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Skulpturenufer

Anlässlich des 2000-jährigen Bestehens der Stadt Remagen wurde die Idee zu einem dauerhaften Kunstprojekt entlang des Rheinufers in Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck entwickelt. Das Skulpturenufer-Projekt greift den Gedanken von Hans Arp auf, Kunst in das Leben und die Natur zu integrieren.

Mit seiner großformatigen Bronzeplastik Bewegtes Tanzgeschmiede nahm Arp 1962 in Spoleto, Italien, an einem der ersten public art-Projekte teil. Dieses brachte Kunst in den öffentlichen Raum. Seit 1970 steht die Skulptur vor dem Bahnhof Rolandseck. Als Wahrzeichen des Künstlerbahnhofs stellt sie die Verbindung zwischen dem Museum und dem Remagener Skulpturenufer her.
Die Installationen und Werke des Skulpturenufers sollen für ein breites Publikum alltäglich erfahrbar sein und dadurch ein offenes Begegnen mit der Kunst erlauben. Sie regen zur Kommunikation und Auseinandersetzung an. Dabei wurden die beteiligten Künstler eingeladen, bereits existierende Werke an von ihnen ausgewählten Orten zu installieren oder aber vor Ort Arbeiten zu entwickeln. Diese Arbeiten bilden wiederum den Ausgangspunkt für Ausstellungen der Skulpturenufer-Künstler im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

Ein Skulpturenufer mit derzeit 15 Arbeiten renommierter Künstlerinnen und Künstler wurde von 2001 bis heute auf 14 Rheinkilometern zwischen Remagen-Rolandswerth und Remagen-Kripp realisiert.

Übersichtskarte des Skulpturenufers
Fahrradführungen entlang des Skulpturenufers


Breakbild Kunst

Geheime Gärten Rolandswerth

2002 – 2004, Caroline Bittermann & Peter Duka
Rolandswerth – Parkstraße / Weingärtenstraße

Ausgehend von einem Zitat des romantischen Schriftstellers Novalis schufen Bittermann & Duka im historischen Hentzenpark ein skulpturales Ensemble. Herzstück des in Rolandswerth gelegenen Parks ist ein bepflanzter und von Tieren bewohnter, hoher Turm. Zudem begrüßt Sie der Park mit einem weißen Eingangstor und Parkbänken, die von den Künstlern gestaltet wurden. Rheinseitig ist eine Buchstabenskulptur angebracht.


Breakbild Kunst

Seven Paces

2003, Hamish Fulton
Rolandseck – Leinpfad / Rheinkilometer 640

Hamish Fulton ist einer der prominentesten Vertreter der Land Art. Er begreift sich selbst als Künstler, der wandert. Für das Arp Museum Bahnhof Rolandseck unternahm Fulton seine bisher längste Wanderung. In 63 Tagen ging er zu Fuß vom spanischen Bilbao bis zur Mündung des Rheins in die Nordsee. Seine gusseiserne Bodenskulptur zeigt sieben Schritte als Symbol für diese Wanderung.

Breakbild Kunst

Arp Heliport

2004, Res Ingold
Rolandseck – Garten Arp Museum / B9

Im Rahmen seines Kunstprojektes »ingold airlines« befasst sich der Künstler mit dem Thema des Fliegens als immateriellem Transport von Gedanken, Informationen und Emotionen.

Breakbild Kunst

Bewegtes Tanzgeschmeide

1960/70, Hans (Jean) Arp
Arp Museum Bahnhof Rolandseck – Vorplatz

Die monumentale Bronzeplastik »Bewegtes Tanzgeschmeide« (1960/70) in Rolandseck bildet den Ausgangspunkt des Remagener Skulpturenufers. Die Plastik wurde 1970 anlässlich einer umfangreichen Retrospektive unseres heutigen Hauspatrons Hans Arp auf dem Vorplatz des Bahnhofs Rolandseck aufgestellt. Seither galt sie als Wahrzeichen des Künstlerbahnhofs und nun auch des Arp Museums Bahnhof Rolandseck.

Breakbild Kunst

Thrown Ropes Remagen

2001, Peter Hutchinson
Remagen – Deichweg / Rheinpromenade

Der Land Art-Künstler Peter Hutchinson realisierte auf den Rheinwiesen in Remagen seine bisher größte und komplexeste Bodenarbeit. Dafür warf er mehrmals ein zehn Meter langes Seil und fixierte die daraus entstandenen Linien durch eine wechselnde Bepflanzung von Blumen und Sträuchern.

Breakbild Kunst

Regenfänger

2001, Eberhard Bosslet
Oberwinter – Mole Yachthafen

Eberhard Bosslet errichtete auf der Landzunge von Oberwinter eine zwölf Meter hohe Skulptur, den trichterförmigen »Regenfänger«. Der technoid anmutende Turm besteht aus einer allseitig einsehbaren geometrischen Holz- und Stahlkonstruktion. Als Blickfang dominiert er die umgebende Landschaft.

Breakbild Kunst

Farbwechsel – en passant

2011, Otmar Sattel
Remagen – Leinpfad / Rheinkilometer 637

Im Oktober 2011 wurde die neue Arbeit »Farbwechsel – en passant« von Otmar Sattel für das Skulpturenufer Remagen öffentlich vorgestellt. In acht Nischen entlang der Bahntrasse wurden motorbetriebene, einfarbige Markisen angebracht. Auf diesen finden sich vollflächige QR-Codes. Hinter diesen Verschlüsselungen verbirgt sich Hans Arps Gedicht »Opus Null« aus dem Jahr 1924. Ausgelöst durch die Bewegung von Passanten sowie über einen computergestützten Zufallsgenerator wird der Bewegungsrhythmus der Markisen gesteuert.

Breakbild Kunst

Lapsus

2013, Michael Volkmer
Remagen – Leinpfad / Nähe Campingplatz Goldene Meile

Michael Volkmer hat mit seiner Arbeit »LAPSUS«, lateinisch für »Ausrutscher«, eine 7 Meter lange Bodenarbeit für das Skulpturenufer Remagen geschaffen. Die Arbeit ist direkt in das Pflaster des Leinpfades eingelassen.

Breakbild Kunst

Liebeskraft

1985, Lajos Barta
Remagen – Friedensmuseum / Brücke von Remagen

Als einer der führenden ungarischen Künstler floh Lajos Barta 1965 vor dem stalinistischen Regime und lebte und arbeitete bis 1967 im Bahnhof Rolandseck. Dem Künstlerbahnhof blieb er sein Leben lang verbunden. Einige Arbeiten aus dieser Zeit befinden sich in der zeitgenössischen Sammlung des Arp Museums Bahnhof Rolandseck. Von der Formensprache Hans Arps nachhaltig beeinflusst, schuf er die Bronzeskulptur »Liebeskraft«. In dieser verbinden sich organische und abstrakte Formen. Sie wurde 1985 vor dem Friedensmuseum »Brücke von Remagen« aufgestellt und befindet sich seither in dessen Besitz.

Breakbild Kunst

Heimat

2014, Aron Demetz
Rheinkilometer 635

Aron Demetz hat für das Skulpturenufer Remagen die 175 cm große Bronze »Heimat« geschaffen, eine weibliche Figur auf einem wurzelnden Sockel. In einer Gießerei in der Toskana gefertigt, hat die Skulptur ihren perfekten Standort – ihre Heimat – hier am Rhein gefunden. Innerhalb des Skulpturenufers Remagen ist Aron Demetz' Skulptur die einzige menschlich-figürliche Arbeit.

Breakbild Kunst

Treidelpfad

2008, Johannes Brus
Remagen-Kripp – Rheinallee / Fähranleger

Jahrhundertelang war Kripp eine bedeutende Treidelstation. Pferde zogen flussaufwärts vom Ufer aus die Schiffe. An diesem Ort hat Johannes Brus ein Denkmal für die stark beanspruchten Arbeitspferde gesetzt. Er kehrt die damaligen Arbeitsverhältnisse um, indem er seine Pferde aus Bronze von jeglicher Last befreit und sie auf einem Betonboot in Ruhe verweilen lässt.

Breakbild Kunst

Im Stande

2009, Erwin Wortelkamp
Remagen-Kripp – Leinpfad

Gemäß seinem Credo »Skulpturen suchen und finden ihren Ort« platziert der Künstler seine hoch aufgeschossene Skulptur aus Bronze auf dem Leinpfad zwischen Remagen-Kripp und der Brücke von Remagen. Der Standort bietet einen weiten Blick in die Landschaft, deren Tiefe und horizontale Ausprägung durch die Vertikalität der Skulptur verstärkt wird.

Breakbild Kunst

Ein neues Panorama für Remagen

2001, Thomas Huber
Remagen – Fährgasse / Rheinpromenade

Das von Thomas Huber gestaltete Bauschild »Ein neues Panorama für Remagen« stellt einen fiktiven und utopischen Entwurf des gegenüberliegenden Panoramas der Ortsgemeinde Erpel dar. Das Schild spielt auf den Verlust der zerstörten Brücke von Remagen an, die einst beide Orte verband. Ein ursprünglich auf der Erpeler Seite aufgestelltes zweites Bauschild mit der Ansicht einer neu gestalteten Remagener Promenade wurde auf Wunsch der Erpeler Bevölkerung 2006 demontiert.