Auf Nummer sicher - Sicherheitsberater
Sicherheitshinweis des Monats Mai
Trickbetrüger am Telefon: Ruhig bleiben und auflegen
Trickbetrüger am Telefon spielen emotionale Nähe vor oder verängstigen mit Autorität. Und immer bauen sie Zeitdruck auf, um die Angerufenen zu verunsichern und an Geld, Wertsachen oder sensible Daten zu gelangen. Deshalb heißt es immer: Skeptisch bleiben und sich bloß nicht verunsichern lassen.
Beim klassischen Enkeltrick beginnt das Gespräch oft mit "Rate mal, wer dran ist?" oder einer Nachricht wie "Hallo Mama, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer!". Wegen eines angeblichen finanziellen Problems werden Angerufene dann zu Bargeldübergaben oder Blitzüberweisungen gedrängt. Es kann sein, dass die Kriminellen künstliche Intelligenz einsetzen, um Stimmen von Angehörigen täuschend echt zu imitieren, was den emotionalen Druck massiv erhöht.
Richtiges Verhalten:
· Bei Zeitdruck oder dubiosen Geschichten sofort auflegen. Angehörige oder Institutionen unter der altbekannten Nummer zurückrufen und den Sachverhalt verifizieren.
· Alternativ eine Vertrauensperson anrufen und dieser schildern, was passiert ist.
· Niemals Passwörter, PINs, TANs oder Kontodaten am Telefon preisgeben.
· Niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen (und auch nicht an die vermeintliche Polizei) überreichen.
· Jeden Betrugsversuch konsequent der Polizei melden.
· Wurden sensible Daten weitergegeben, dann den Sperr-Notruf 116 116 anrufen, um etwa Zahlungskarten und Konten sperren zu lassen.
· Codewort mit Verwandten und Freunden vereinbaren, das nur der involvierte Personenkreis kennt. Dieses Wort kann notfalls abgefragt werden, um sicherzustellen, dass Anrufende auch wirklich die sind, für die sie sich ausgeben.
