Maßnahmen und Projekte 2026
Bürgermeister Björn Ingendahl informiert über Vorhaben, Baubeginne und Perspektiven
Liebe Remagenerinnen und Remagener,
das Jahr 2026 ist gestartet – und mit ihm eine ganze Reihe von Projekten, die unsere Stadt in den kommenden Monaten sichtbar voranbringen werden. Gerne möchte ich Ihnen einen Überblick darüber geben, welche Maßnahmen in diesem Jahr umgesetzt oder begonnen werden sollen und wo wir aktuell stehen.
Zugleich ist mir wichtig, offen anzusprechen, warum einige Vorhaben, die ursprünglich für das Jahr 2025 vorgesehen waren, erst jetzt realisiert werden können oder angepasst werden mussten. Städtische Bau- und Infrastrukturprojekte sind heute deutlich komplexer als noch vor einigen Jahren. Zusätzliche Anforderungen etwa im Brand-, Denkmal-, Hochwasser- oder Umweltschutz führen häufig dazu, dass Planungen mehrfach überarbeitet werden müssen, bevor gebaut werden darf. Hinzu kamen externe Faktoren wie die Insolvenz beauftragter Firmen sowie zeitintensive Abstimmungen mit Fachbehörden.
Jetzt geht es los – Projekte, die 2026 starten oder Fahrt aufnehmen
Mit dem bereits erfolgten ersten Spatenstich für
die neue Kindertagesstätte in Bandorf ist der Startschuss für ein wichtiges
Bildungsprojekt gefallen. Nach längerer Vorarbeit und umfassenden
Genehmigungsprozessen beginnt nun die eigentliche Bauphase. Die neue Kita wird
dringend benötigte Betreuungsplätze in den nördlichen Stadtteilen schaffen und
damit einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten. Die Fertigstellung ist für den Sommer
2027 vorgesehen.
Auch für den Erweiterungsbau an der Grundschule Oberwinter laufen die letzten Vorbereitungen. Zusätzliche Planungen waren hier insbesondere aufgrund von Brandschutzauflagen erforderlich. Das Ergebnis wird eine moderne und zukunftsfähige Schule sein, die mehr Raum für Lernen, Betreuung und gemeinsames Miteinander bietet.
Ein weiterer wichtiger Schritt für mehr Teilhabe ist die Herstellung der Barrierefreiheit am historischen Rathaus. Der neue Aufzug konnte jüngst in Betrieb genommen werden, nachdem aufgrund der Insolvenz der ursprünglich beauftragten Firma eine Neuausschreibung notwendig geworden war. Mit diesem letzten Schritt ist das Rathaus nun vollständig barrierefrei zugänglich und kann wieder für öffentliche Sitzungen genutzt werden. Die offizielle Einweihung mit Einsegnung findet am 8. März statt. An diesem Tag lade ich die Bevölkerung von 13 bis 16 Uhr herzlich ein, das neue Rathaus selbst zu entdecken.
Ebenfalls in diesem Jahr beginnt der barrierefreie Ausbau der ersten Bushaltestellen im Stadtgebiet. Die hierfür notwendigen Umplanungen in enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität waren aufwendiger als erwartet. Davon profitieren insbesondere mobilitätseingeschränkte Menschen, Eltern mit Kinderwagen sowie ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Im Frühjahr soll zudem mit dem Bau des Römerspielplatzes am Deichweg begonnen werden. Aufgrund der Lage im Abflussgebiet des Rheins waren auch hier Anpassungen in der Planung erforderlich. Entstehen wird ein attraktiver Spielort, der Geschichte erlebbar macht und zugleich die Rheinpromenade weiter aufwertet.
In Oberwinter wird in diesem Jahr das Dach des denkmalgeschützten Rathauses saniert. Die Suche nach Experten für die Planung des neuen Dachstuhls war anspruchsvoll, konnte nun aber erfolgreich abgeschlossen werden. Gleichzeitig wird die energetische Sanierung des Gemeindesaals in Angriff genommen, damit diese wichtige Einrichtung auch künftig als Begegnungsort für die Bürgerinnen und Bürger in Oberwinter zur Verfügung steht.
Neue Schwerpunkte und große Zukunftsprojekte
Ein besonderes Augenmerk liegt 2026 auf der Sanierung des Freizeitbades. Nach Zustimmung der politischen Gremien befinden wir uns derzeit in der Detailplanung. Das neue Bad soll künftig ein moderner Treffpunkt für Sport, Freizeit und Familien werden und die Lebensqualität in Remagen nachhaltig stärken.
Auch im Bereich Sport werden wichtige Akzente gesetzt. In Kripp erhält der Sportplatz einen neuen Belag, in Oedingen starten Planung und Bau eines neuen Kleinspielfeldes. Für Remagen beantragen wir eine Förderung aus der sogenannten „Sportmilliarde“, um Spielfeld und Tartanbahn zu erneuern. In Unkelbach haben zudem Beratungen über eine künftige Nutzung der Sportflächen begonnen. Alle diese Maßnahmen stärken den Vereins- und Breitensport und schaffen attraktive Bewegungsangebote, insbesondere für Kinder und Jugendliche.
Das neue Feuerwehrgerätehaus in Oedingen soll nun ebenfalls auf einem Teil des bisherigen Sportplatzes errichtet werden. Hierzu laufen die Planungen an. Ebenso wie für notwendige An- und Umbaumaßnahmen an allen anderen Feuerwehrgerätehäusern im gesamten Stadtgebiet.
Die Planungen für das Vermittlungszentrum zum Niedergermanischen Limes werden weiter konkretisiert. Gleichzeitig beginnt der Abriss des Gebäudes in der Kirchstraße 1. Damit schaffen wir Raum für ein Projekt, das die Innenstadt sowohl städtebaulich als auch inhaltlich deutlich aufwerten wird. Parallel dazu werden die Planungen für die Kulturwerkstatt sowie die Villa Heros weiter vorangetrieben.
Für die Innenstadt, die Fußgängerzone sowie die Verkehrsachse Alte Straße / Goethestraße liegen erste Entwürfe vor, die nun vertieft werden. Ziel ist eine attraktivere, sicherere und lebenswertere Innenstadt. Bauliche Umsetzungen sind ab 2027 vorgesehen.
Im Bereich Schule und Mobilität beginnt die Planung für den Neubau einer Pausenhalle an der Grundschule Kripp. Gleichzeitig wird der Bau der Mobilitätsstation am Bahnhof Remagen abgeschlossen sowie weitere Elemente am Bahnhof Oberwinter umgesetzt. Außerdem werden wir die Verkehrsführung des Rheinradwegs in Rolandseck neu und damit sicherer gestaltet. Möglich wird dies durch den Ankauf eines hierfür benötigten Grundstücks. Diese Maßnahmen verbessern den Alltag von Pendlerinnen und Pendlern mit der Bahn und dem Rad.
Gemeinsam Schritt für Schritt voran
2026 wird ein Jahr, in dem viele Projekte sichtbar werden – auf Baustellen, in Schulen, in der Innenstadt und im Alltag der Menschen. Nicht alles lässt sich immer im ursprünglich geplanten Zeitrahmen umsetzen. Entscheidend ist jedoch, dass wir Projekte solide vorbereiten und dann verlässlich realisieren.
Ich danke Ihnen für Ihr Interesse.
Herzliche Grüße
Ihr Björn Ingendahl
