KUNSTVERANSTALTUNGEN

Rückblick Kunstsalon 2020

Alle 16 Kunstorte des Kunstsalons präsentierten sich im Rahmen eines kurzen Videos (aus der DISTANZ). Die Videos waren über QR-Codes an jedem Kunstort abrufbar und können hier weiterhin abgerufen werden. 

Neun Kunstorte konnten zusätzlich vor Ort (aus der NÄHE) besucht werden. Die Ausstellungen waren samstags und sonntags jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Im EUROPÄISCHEN KULTURZENTRUM REMAGEN verknüpfte Lorenzo Fonda seine Malerei mit collageartigen Elementen. Unter dem Titel "ATMOSFERE RINASCIMENTALI" entlockte Fonda in seinen Gemälden der umbrischen Landschaft eine besondere atmosphärische Wirkung.

Im Künstlerforum fand unter Corona-Sicherheitsmaßnahmen die 5. Regionale mit Beate Steven und Rolf Habel statt. Beate Steven war mit eindrücklichen Skulpturen vertreten. Neben den teils zierlichen, teils stämmigen Figuren aus Holz waren auch kleine Bronzen zu sehen. Rolf Habel bildete durch unfertige und zerstörte Arbeiten den künstlerischen Arbeitsprozess ab.

Im M.A.SH. Modern Art Showroom präsentierten die Künstler Janko Arzenšek, Almuth Leib und Eva Töpfer Arbeiten, die in der Corona-bedingten "Sendepause" entstanden sind oder gefunden wurden. Durch die drei Ansätze - Grafik, experimentelle Fotografie und Malerei - konnten die Besucher unterschiedliche Zugänge zu Mustern und Strukturen erkennen.



KERMA zeigte sich ganz in der Gegenüberstellung von Malerei und Keramik. Während Erika Klassen die Besucher  mit Landschaftsgemälden und abstrakten Motiven durch ihr Atelier führte, erhielt man bei Marianne Schröder einen Einblick in den Umgang mit dem ursprünglichen Material Ton.

Molly Noebel griff in ihrem Studio MoNo neben dem allgegenwärtigen Thema Corona auch ihre österreichischen Wurzeln und den hiesigen Karneval auf: Unter dem Titel "Coronarrisch" thematisierte sie mit Collagen das gesellschaftliche Lebensgefühl in der Pandemie.

Direkt nebenan im Artspace K2 holte Christoph Noebel mit lokalen Künstlern zu einem Remagener Rundumschlag aus. Seine eigenen Arbeiten zu Knochen und Gewebeproben wurden vervollkommnet von Herbert Höckys Konkreter Kunst und den echten Knochen, die Volker Thehos präsentierte. So entstand eine Spannweite rund um das Thema "Elementare Strukturen" von abstrakten Konstruktionen zu handfesten organischen Ursprüngen.

Gisèle Hillen lud die Besucher im "l'atelier" zu einer gedanklichen Reise nach Frankreich ein. Neben provençalischen Landschaften, die ein unbeschwertes Lebensgefühl vermitteln, thematisierte sie in ihren Arbeiten rheinische Motive und Stillleben. Herbert Höcky war mit einer Instalaltion aus Elementen auf dem Marktplatz vertreten. Einen Kontrapunkt zu Höckys Elementen bildete die Kunstmaschine "Sports" des Kinetikkünstlers Willi Reiche.

Helga Kaes stellte ihre plastischen Arbeiten aus Aluminium, Kupfer, Eisen und Kaninchendraht bei DIEHLs Moden aus. "Expansion - Illusion" - diese Namensgebung repräsentierte die Gegensätzlichkeit der unterschiedlichen Materialien wie auch der Formen: Starr und organisch, naturalistisch und abstrakt.

Die Gruppe AR Art am Rolandsbogen war ganz "Auf den Spuren von Bauhaus" unterwegs. Die drei Künstlerinnen untersuchten ihre eigenen Zugänge zur Bauhaus-Ästhetik. Ursula Böttcher nutzte den Linolschnitt, Eva Schwarz und Uta Waldow widmeten sich der Malerei mit Acrylfarbe.


Durch die Nutzung der QR-Codes konnten darüber hinaus auch weitere Stationen des Kunstsalons aus der Distanz besucht werden. Dr. Norbert Gramer erklärte den Zuschauern, wie er durch seine Pastelle und Aquarelle auf die Not bedrohter Tiere aufmerksam macht und andererseits in Ölgemälden den Menschen als dominierte Spielfigur auf dem gesellschaftlichen Spielfeld darstellt. Peter Mallmann alias Bloody Pete bot einen Rundumblick durch vergangenes, gegenwärtiges und zukünftiges künstlerisches Schaffen - auch, aber eben nicht nur mit Treibholz.

Die Gruppe RheinArt präsentierte - mit einer stellvertretenden Fahne auf dem Marktplatz - ein Kaleidoskop an künstlerischen Techniken und Medien. Auch diesmal bezog die Künstlergruppe durch das Oberthema "Prima Klima" Stellung. Zudem erhielten die Besucher durch ein Video einen Überblick über das künstlerische Schaffen in der französischen Partnerstadt Maisons-Laffitte.