HITZE & TROCKENHEIT / KLIMAANPASSUNGSMASSNAHMEN

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern möchte sich die Stadt Remagen den Herausforderungen des Klimawandels stellen und Maßnahmen ergreifen, um  die Auswirkungen abzumildern und Vorsorge zu leisten.  Hier finden Sie Informationen zum Klimaanpassungskonzept und Anpassungsmaßnahmen in den Bereichen Hitze, Trockenheit, Hochwasser und Starkregen.

Klimaanpassungskonzept

Das im März 2025 beschlossene Klimaanpassungskonzept der Stadt Remagen ist ein entscheidender Schritt, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen klimatischen Ereignissen zu stärken. Die Klimaanpassung beschreibt das Ergreifen vorsorgender Maßnahmen, um nicht mehr vermeidbare Auswirkungen (Hitze, Trockenheit, Hochwasser und Starkregen) abzumildern. Maßnahmen können die Entsiegelung und Begrünung von Flächen, die Nutzung von Regenwasser und die Abkühlung bei Hitzetage umfassen. Die Stadt Remagen strebt eine lebenswerte, nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung an, die den Auswirkungen des Klimawandels Rechnung trägt. Durch innovative Maßnahmen und gemeinschaftliches Handeln sollen die Infrastruktur gestärkt, Ökosysteme erhalten und das Bewusstsein für klimatische Herausforderungen gefördert werden. Das integrierte Klimaanpassungskonzept umfasst zentrale Themen wie den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser, den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Extremereignissen (Hitze, Trockenheit, Starkregen und Hochwasser) und eine nachhaltige Landnutzung.  



Die Erstellung des integrierten Klimaanpassungskonzeptes wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) mit 80 % gefördert. Mehr Informationen zum Förderinhalt finden Sie hier.

Hitze

Neben wiederkehrenden Starkregen- und Hochwasserereignissen ist der Landkreis Ahrweiler zunehmend durch anhaltende Hitze- und Trockenperioden geprägt. Schon jetzt gehört das Mittelrheintal, einschließlich Remagen, zu den wärmsten Regionen Deutschlands. Werden weiterhin nicht ausreichend Klimaschutzmaßnahmen ergriffen, könnten die Temperaturen am Ende des Jahrhunderts 4°C höher liegen als im langjährigen Durchschnitt – mit weitreichenden Folgen für Mensch und Natur. Die Belastungssituation durch Wärme wird in Remagen mit der Stufe 4 von insgesamt 6 bewertet, was mit der Großstadt Bonn vergleichbar ist.

Richtiges Verhalten bei Hitze

  • Meiden Sie an Hitzetagen die Mittagssonne, halten Sie sich im Schatten auf
  • Lüften Sie zur kühlsten Tageszeit (später Abend, früher Morgen)
  • Lassen Sie rechtzeitig den Sonnenschutz an Fenstern herunter. Verdunkeln Sie ihre Räume z. B. durch Rollläden, Fensterfolien oder Markisen
  • Trinken Sie viel Wasser, am besten 3 Liter und nehmen Sie leichte, wasserreiche Nahrung zu sich. Einen wichtigen Beitrag leisten die öffentlichen Trinkwasserspender der Stadt Remagen (weitere Informationen siehe unten).
  • Warnsysteme nutzen (z. B. Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes, Warnapp NINA, KATWARN)

Die Auswirkungen von Hitze betreffen die gesamte Bevölkerung, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß. Besonders gefährdet sind neben älteren, vorerkrankten und sozial benachteiligten Menschen vor allem sehr junge Menschen (vulnerable Gruppen). Die Analysekarte „Hitzebezogene Vulnerabilität“ im Klimaanpassungskonzept der Stadt Remagen (S. 47-48) zeigt, welche Gebiete in der Stadt besonders anfällig für hohe Temperaturen sind. 

Die Maßnahmen zum Hitzeschutz der Stadt Remagen sind kurz- bis langfristig angelegt und umfassen Schulungen und Sensibilisierung der Bevölkerung und des Betreuungspersonals, klimaangepasste Flächengestaltung (z. B. mehr Stadtgrün, Sonnenschutz und Wasserelemente, hitzereduzierende Baumterialien). Ein Beispiel wie dies gelingen kann zeigen die Klimaanpassungsprojekte an Schulen und Kitas in Remagen.

Öffentliche Trinkwasserspender

"Trinkwasser ist eines der wichtigsten und am besten überwachten Lebensmittel in Deutschland. Man spart Geld und tut gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt.“ - Bürgermeister Björn Ingendahl

Im Jahr 2020 wurde der erste von insgesamt drei Wasserspendern in Remagen auf dem Marktplatz vor dem Rathaus installiert. Weitere Wasserspender folgten in den Ortsteilen Kripp und Oberwinter. Mit den Wasserspendern stellt die Stadt Remagen eine umweltfreundliche und kostengünstige Möglichkeit zur Verfügung, Trinkflaschen aufzufüllen und den Durst zu stillen. Durch die Nutzung von Trinkwasser aus der Leitung bleiben Ressourcen für die Herstellung, den Transport und die Entsorgung von herkömmlichen Wasserflaschen ungenutzt. Damit können erhebliche Mengen an CO² eingespart werden. Zusätzlich gelangt weniger Plastik in den Umlauf und die Umwelt.

Trockenheit

In Folge des Klimawandels ist in Zukunft mit einer veränderten Niederschlagsverteilung zu rechnen. Der Niederschlag wird sich zukünftig stärker auf die Wintermonate verteilen. Fehlt der Niederschlag im Sommer, kann das zu einer Wasserknappheit führen, mit Auswirkungen auf Ökosysteme, Industrie und Landwirtschaft und somit unseren Alltag. Trockenheit zeigt sich vor allem in Form von Waldbränden, Ernteausfällen und Niedrigwasser im Rhein.

Richtiges Verhalten

  • Regenwasser nutzen und in Regentonnen oder Zisternen sammeln
  • Pflanzen am frühen Morgen oder späten Abend mit Regenwasser gießen
  • Wasserverbrauch reduzieren, auf Wasserverschwendung verzichten (spart auch Geld ein)
  • Nutzung eines wassersparenden Duschkopfs
  • Gebrauch einer Toilettenspülung mit Spartaste
  • Wasserhahn während des Einseifens und Zähneputzens zudrehen


Wichtige Maßnahmen sind unter anderem die Anpassung des Wassermanagements und des Stadtgrüns an die zunehmende Häufigkeit von Trockenperioden aber auch Starkregenereignissen  mit technologischen und naturbasierte Lösungen.  Ein Beispiel wie ein besseres Wassermanagement  gelingen kann zeigen die Klimaanpassungsprojekte an Schulen und Kitas in Remagen.

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