Ortsteile

ORTSTEILE

Hier finden Sie eine Übersicht der Stadtrundgangstationen in den weiteren Ortsteilen. Mit einem Klick auf die jeweiligen Stationen erfahren Sie Näheres über die einzelnen Sehenswürdigkeiten. 

Kripp

30 -Alte Pumpe

Der Ortsteil Kripp ist der jüngste Stadtteil von Remagen. Auch wenn Kripp 1474 bereits urkundlich erwähnt wurde, als im burgundischen Krieg kaiserliche Truppen die gegenüberliegende Stadt Linz belagerten, erfolgte die Besiedlung mit dem ersten Hausbau erst im Jahr 1705. Bis zum Bau des Wasserturms 1904 und der Wasserleitung holte die Kripper Bevölkerung ihr Wasser an solchen Pumpen, von denen es mehrere im Ort gab. Diese Pumpe ist die letzte erhaltene.

31 - Kripper Fente

Die Skulpturen symbolisieren die Beobachtung der früher alljährlich zur Laiche an der Ahrmündung ankommenden Fintenfischschwärme. Die am Rhein spielenden Kripper Kinder (ugs. Kripper Fente genannt) benachrichtigten ihre Eltern mit dem Ruf “Bapp, de Finte kumme !“ (Vater, die Finten kommen !), worauf sich die Bevölkerung von Kripp zu einem Massenfischen der Finten an die Ahrmündung begab.


32 - Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk

Die katholische Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk wurde 1903 geweiht. Das geschützte Kulturdenkmal wurde aus dem typischen Kripper Feldbrandziegel erbaut. Im Inneren befindet sich ein mehrstufig geschnitzter Altar und ein altes steingehauenes Taufbecken. Die Kanzel mit einem Schlangenkopf stammt aus dem Jahr 1760, das Standbild des heiligen Johannes Nepomuk, dem die Kirche geweiht ist, aus dem Jahr 1725. Vor der Kirche steht die Tuffskulptur der „Schönstatt-Schwestern“, die als Die Nonnen von KrippDenkmal vom örtlichen Heimat- und Bürgerverein aufgestellt wurde.

33 - Hochwassernotkapelle

Kripp ist wegen seiner direkten Rheinlage immer wieder besonders stark vom Rheinhochwasser betroffen. Die 1845 bis 1849 erbaute Hochwassernotkapelle diente im 19. Jh. Der Unterbringung des Allerheiligsten bei Hochwasser. Sie wurde mit viel Eigeninitiative der Kripper Bevölkerung restauriert.

34 - Altes Mausoleum

Das Mausoleum ist ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude, das 1904 der Besitzer der Lederfabrik Graf Joachim Taveggi als Begräbnisstätte für seine Familie errichten ließ, aber als solche nie genutzt wurde. Der Bürger- und Heimatverein Kripp e.V. hat 2007 das alte Gebäude restauriert und als Gedenkstätte für die zivilen Opfer des 2. Weltkrieges gestaltet. In Einheit mit dem nebenan liegenden Gemeinschaftsgrab erinnert es an die Toten des Bombenangriffs auf das Fährschiff „Franziska“ am 9. Februar 1945 in Kripp. Hier findet man auch ein vom Bildhauer Ewald Mataré geschaffenes Ehrenmal zum Gedenken im ersten Weltkrieg gefallener Mitarbeiter der Lederfabrik.

35 - Ahrmündung

Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf das Gebiet der Ahrmündung, der letzten natürlichen Mündung eines Rhein-Nebenflusses. Das Gebiet steht unter Naturschutz und bietet einer vielfältigen Flora und Fauna Heimat. Neben Reihern haben sich hier auch wieder Kormorane eingefunden. Über eine Brücke führt der Fuß- und Fahrradweg in Richtung Ahrtal und Koblenz.


36 - Kripper Fintenbrunnen

Dem 1973 vom Bürger- und Heimatverein Kripp e.V. installierten Springbrunnen verlieh der aktuelle Vorstand rechtzeitig zum 40- jährigen Bestehen im Jahr 2013 durch drei in Metall gegossene Fintefische neuen Glanz. Hiermit soll an eine alte Kripper Tradition erinnert und gleichzeitig das Bewusstsein für eine saubere Natur wachgehalten werden. Die Finte, eine im nördlichen Atlantik und in der Nordsee verbreitete Heringsart, steigt zum Laichen zwischen Mai und Juli die Flüsse hinauf. Die Ahrmündung war in früheren Zeiten der südlichste bekannte Laichgrund am Rhein und sorgte für ein willkommenes Zubrot für die Kripper Bevölkerung. 

37 - Rheinufer Kripp

Vom Rheinufer Kripp genießt man einen schönen Blick auf die gegenüberliegende Stadt Linz, zu der schon einige Jahrhunderte vor der eigentlichen Besiedlung Kripps (Anfang 18. Jh.) Fährverbindungen existierten. Am Kripper Rheinufer standen damals Futterkrippen für die Pferde der Treidelschifffahrt, die über den Treidelpfad am Ufer schwer beladene Schiffe rheinaufwärts zogen. Auf diese Futterkrippen ist wahrscheinlich der Ortsname „Kripp“ zurückzuführen.

38 - Erdbeerpflückerin

Der Bürger-und Heimatverein Kripp e.V. möchte mit dieser Skulptur an die Zeiten erinnern, als es auf den jetzt bebauten Grundstücken in der Langen Fuhr große Erdbeerfelder gab. Diese waren größtenteils Felder in privater Hand. Hier ernteten in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg fleißige Pflücker die angebauten Erdbeeren und brachten die Ernte zur Sammelstelle an der Mittelstraße.
Von hier wurden die frischen Früchte auf dem Markt nach Bonn gebracht. Es wurden damals unterschiedliche Sorten angebaut, so dass von Frühjahr bis Herbst immer ein Ertrag geerntet werden konnte. Zu dieser schlechten Zeit war die Ernte von den Feldern ein willkommenes Zubrot für die Kripper Eigentümer, welche über Tag ihrer Arbeit in den ansässigen Industriebetrieben nachgingen.

Unkelbach

40 - Heiligenhäuschen am Unkelstein

Am St. Lambertustag (17. September) 1409 errichtete Arnolt aus Unkelbach, Arnoltges Sohn, diesen Bildstock. In der Nische befindet sich eine Figur der Muttergottes mit Jesuskind. Die Inschrift in gotischer Minuskel lautet: ANNO D(OMI)NI MCCCC NON(O) IN DIE S(AN)C(T)I LAMBERTI DO DEDE ARNOLT, ARNOLTGES SUN VA(N) UNKELBACH, DIT MACHE(N) GOT GEVE(N) DE(N)SIN EWICH LEVE(N), DE EIR HULPE ZO LIEN GEVE. Im Jahr des Herrn 1409 am St. Lambertstag (17.09.), da tat Arnolt, Arnoltges Sohn, von Unkelbach dies machen. Gott gebe denen sein ewiges Leben, die ihre Hilfe liehen.

41 - Traditionsecke Unkelbach

Ein Basalttransportwagen (1903) vom ehem. Steinbruch Dungkopf, ein Weinstock und eine alte Weinpresse, ein Basaltmonolith mit Ortswappen, eine Tafel zur Ortgeschichte und die Ortswappenfahne erinnern an die Unkelbacher Geschichte. Gewidmet ist die 2002 vom Traditionsverein Unkelbach e.V. geschaffene Traditionsecke dem Unkelbacher Urgestein Helmut Bauer. 

42 - Fachwerk-Ensemble

Das im Jahr 853 erstmals urkundlich erwähnte Unkelbach weist am gleichnamigen romantisch gelegenen Unkelbach ein sehenswertes Fachwerk-Ensemble auf. Die beiden Prangereisen an der alten Mädchenschule zeugen, genauso wie die alten Grabsteine an der Friedhofskapelle, von der ehemaligen Gerichtsbarkeit und Schöffentätigkeit in Unkelbach. 

43 - Generationen-Platz / Pfarrkirche St. Remigius

Das markante Wahrzeichen, die Pfarrkirche St. Remigius, beeindruckt mit der um 1250 von einer Kölner Werkstatt geschnitzten thronenden Muttergottes und dem Pestkreuz aus dem Jahre 1660. 

Oedingen

50 - Pfarrkirche und Friedhofskapelle St. Gertrudis

Die neugotische Kirche St. Gertrudis wurde 1908 nach Plänen des Bonner Architekten J. Stumpf errichtet. Sie trat als Pfarrkirche an die Stelle der Friedhofskapelle St. Gertrudis, ein einschiffiger Bau aus dem 13. Jahrhundert mit gut erhaltenen romanischen Fresken und einer bemerkenswerten Pieta.

51 - Alte Pfarrkirche

Bis 1909 war die heutige Friedhofskapelle St Gertrudis Pfarrkirche der Dorfgemeinschaft Oedingen. Obwohl im 13. Jahrhundert erbaut wurde sie erstmals 1412 erwähnt. Sie ist der “Hl. Gertrud von Nivelles“ geweiht. 1849 wurde sie zur Pfarrkirche erhoben. Hier verbinden sich Romantik und Gotik zu einer harmonischen Einheit, mit gut erhaltenen romanischen Fresken und einer bemerkenswerten Pieta. Sie ist auch Ruhestätte für Hermann Josef Abs, Ehrenvorsitzender der Deutschen Bank.

52 - Historisches Gemeindebackhaus (Backes)

Das Gemeinde-Backes diente den Oedinger Bürgern früher zur Versorgung mit dem täglichen Brot. Entsprechend einer Benutzerordnung aus 1867 konnten die Oedinger über den Eigenbedarf gebackenes Brot verkaufen. Diese gewerbliche Nutzung wurde mit einem Taler im Jahr an die Gemeindekasse abgeführt.  In der Neuzeit verlor das Backes seine Bedeutung und fand andere Nutzungen als Arrestzelle, Sportheim oder Sektbar. Freunde der „Backes-Kultur“ restaurierten das Gebäude und bauten wieder einen Steinbackofen ein. Im Zuge der Dorferneuerung kamen weitere Umbaumaßnahmen hinzu, sodass das Backes im Jahr 2000 wieder in Betrieb genommen werden konnte.

53 - Rheinhöhenblick

Im Zuge der Renaturierung der ehemaligen Stadt-/ Kreismülldeponie entstand die Erhebung „Rheinhöhenblick“. Von hier bietet sich ein großartiges Panorama mit freiem Blick über das Rheintal bis hin zum Siebengebirge mit dem Drachenfels sowie in die Eifel. Bei guter Wetterlage sogar bis zum Kölner Dom. Am Fuß des Rheinhöhenblicks liegt die „Kaolingrube Oedingen“. Der Abbau wurde bis in die 1970er Jahre betrieben. Heute ist die „Kaolingrube Oedingen“ ein Biotop und Rückzuggebiet für Kleinststrukturen und Amphibien.   

Bandorf

60 - Zehnthof

Der Burgturm des Zehnthofs steht vermutlich auf römischen Grundmauern. In dem Burgturm wohnte einst, 1276 erstmals erwähnt, für etwa 100 Jahre die Familie des Ritters Reinoldus von Baggerdorp. Das historische Gebäude wurde 1973 aufwendig renoviert und bildet heute den geschichtlichen Mittelpunkt des Ortes.

61 – Brunnen am Sümpborn

"Sümpborn" ist Altdeutsch für Sumpfbrunnen. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts nutzten die Bürger aus Bandorf und aus dem benachbarten Höhenort Birgel diese Wasserquelle, falls der eigene Brunnen nach einer langen Hitzeperiode versiegte. Nachdem im letzten Jahrhundert jeder Haushalt mit einer Wasserleitung versorgt wurde, ging die Erinnerung an die Brunnen nach und nach verloren. Um an die Tradition der Trinkwasserbeschaffung durch Brunnen zu erinnern, richtete der St. Josefs-Verein Bandorf e.V. mit großem ehrenamtlichen Engagement den Brunnen im Jahr 2015 wieder her, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig eine gesicherte Wasserversorgung ist.

Oberwinter

70 - Unkelstein

Hier wurde schon zur Römerzeit der berühmte „Unkelstein“ gebrochen, der auch im Fundament des Kölner Doms Verwendung fand. Benannt ist dieser nach dem gegenüberliegenden Städtchen Unkel. Die Mönche vom Apollinarisberg besaßen schon im Jahr 1117 Weinberge am Unkelstein und das Recht zum Fischfang im Rhein. Neben der typischen 6-eckigen Basaltsäule ist hier eine sogenannte vulkanische „Basaltbombe“ zu sehen. Sie symbolisiert den Anfang des „Unkelsteiges“, der von hier zum RheinBurgenWeg auf die Rheinhöhe führt. Das sichtbare Basaltriff stellte der Schifffahrt lange Zeit ein Hindernis dar. Nach Ende des Basaltabbaus 1927 wurde der Steinbruch verfüllt. Auf dem entstandenen Bergplateau wurde 1962 das heutige „Hotel Haus Oberwinter“ errichtet.

71 - Haus Wirtz

Ehemals Gasthaus zum Anker, später Wohnhaus des Sanitätsrats Wirtz. Im Scheitelstein des Rundbogens der überbauten Tordurchfahrt sieht man einen Anker und die Jahreszahl 1781. Auf dem Balken des Gassenüberbaus befindet sich eine Hochwassermarke aus dem Jahr 1784. Von der Hauptstraße aus lohnt sich ein Blick in das schmale Holundergässchen.

72 - “De ahl Pump”

“De ahl Pump”, die alte Pumpe von 1780 ist eines der Wahrzeichen von Oberwinter. Die Erbauer folgten den Regeln der Triangologie (Dreiecksmessung) und erreichten so die harmonische Form. Der seitliche Wasseraustritt ist als Reliefmaske gestaltet. Das benachbarte Zettelmeiersche Haus, vermutlich aus dem Jahr 1673, hat ein auf gezackten Streben vorgekragtes Obergeschoss. Vor der vermutlich ältesten, geteilten Haustüre von Oberwinter befindet sich zwischen Steinpfosten ein dreistufiges Treppchen.

73 - Evangelische Kirche

Erbaut in den 1721/22 nach Plänen des Baumeisters Adam. Rechteckiger Saalbau, der nach reformierter Art äußerst einfach gehalten ist. An der Hauptstraße das ehemalige Pfarrhaus mit Inschrift im Rundbogen der Toreinfahrt. Diese bildete den Zugang zur Kirche, da evangelische Gotteshäuser nicht direkt an einer Landstraße liegen durften.

74 - Altes Rathaus

Erbaut 1841 als Schulgebäude anstelle des sogenannten Bürgerhauses. Nach dem Bau einer neuen Schule diente es von 1896 bis zur Kommunalreform 1969 als Rathaus der Gemeinde Oberwinter. Der drohende Abriss des Hauses konnte 1988 durch die Gründung der Vereinigung Rathaus Oberwinter und Archiv e.V. verhindert werden.

75 - Haus Schwanen 

Das prächtige Fachwerkhaus beeindruckt durch sein am Oberstock reich geschmücktes Fachwerk und ein vorkragendes Zwerchhaus. Im Jahre 1671 von den Eheleuten Cremer erbaut, wurde es 200 Jahre später als Gasthof „Schwanen“ bekannt und ist heute ein geschütztes Baudenkmal. Nachdem es 2010 umfassend renoviert worden ist, wird es seither als Künstleratelier und Galerie genutzt. Eine Inschriftentafel auf der Vorderseite des Hauses erinnert an die Namen der Erbauer.

76 - Katholische Pfarrkirche

Die katholische Pfarrkirche von Oberwinter, die im Jahr 1131 erstmals erwähnt wurde, ist unter anderem für ihr romanisches Tor bekannt. Der älteste erhaltene Bauteil ist der spätgotische, polygonal gebrochene Chor mit eingezogenen Strebepfeilern und reichem Sterngewölbe. Das heutige Kirchenschiff wurde nach den Plänen des Architekten Statz 1865/66 angebaut.

77 - Hafen Oberwinter

Der 1936 mit der B9 gebaute “Rastplatz Siebengebirgsblick” am Rheinpegel Oberwinter ist der Zugang zum Hafendamm und zur Anlegestelle der Ausflugsschiffe. Der Hafen Oberwinter wurde 1891 als Schutzhafen für die Rheinschiffe bei Eisgang und Hochwasser gebaut und dient heute als privater Freizeithafen. Vom Hafendamm hat man einen herrlichen Weitblick auf den Rhein, den Hafen, Oberwinter und das Siebengebirge. Auf der Spitze des Hafendamms steht als Teil des Remagener Skulpturenufers der „Regenfänger“ von Eberhard Bosslet.

78 - Fritzeburg

Der Name geht auf Fritz Gütgemann zurück, dem das Haus Ende des 19. Jahrhunderts gehörte. Im Kern stammt der malerische Fachwerkbau aus dem 17. Jahrhundert. Der Torbogen über der Gasse ist Teil der alten Ortsbefestigung.

Rolandseck

80 - Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Der klassizistische Bahnhof Rolandseck aus dem Jahr 1856 war Endpunkt einer Privatbahn, die ab Köln verkehrte. Sein prächtiger Festsaal war schon Mitte des vorigen Jahrhunderts Treffpunkt der Gesellschaft und Schauplatz der Kulturgeschichte am Rhein. Der Bahnhof Rolandseck ist heute durch eine Verbindung unter den Bahngleisen mit dem von Richard Meier entworfenen Museumsneubau auf den Rheinhöhen verbunden. Hier sind Werke von Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp sowie internationale Gegenwartskunst und regelmäßige Wechselausstellungen zu sehen. Ebenso finden dort groß angelegte Ausstellungen mit Werken der „Sammlung Rau für UNICEF“ statt.

81 - Wildpark Rolandseck

Im Wildpark mit seinen großen Freigehegen (Rotwild, Muffelwild, Damwild, Ziegen u.a.) lohnt sich ein längerer Aufenthalt. Rundwege führen durch den Wald und an großzügigen Wild-Freigehegen vorbei. 

Rolandswerth

90 -  Insel Nonnenwerth

Im Jahr 1126 wurde von Erzbischof Friedrich I. von Köln und Abt Cuno von Siegburg ein Frauenkloster auf der zwei Kilometer langen Rheininsel gegründet. Das barocke Klostergebäude wurde 1773–75 nach Plänen des Architekten Nikolaus Lauxen neu errichtet, nachdem es im Jahr zuvor von einem Brand zerstört worden war. Seit 1854 beherbergt das Kloster eine Schule, die bis 2022 als privates Gymnasium geführt wurde.


91 - Freiligrath-Denkmal

1840 sicherte der Dichter Ferdinand Freiligrath (1810-1876) mit einem Spendenaufruf in der Kölnischen Zeitung den Wiederaufbau des in der stürmischen Nacht vom 28. auf den 29. Dezember 1839 eingestürzten letzten Fensterbogens der mittelalterlichen Burg Rolandseck. Ihm zu Ehren wurde am 17. Juni 1914 ein Denkmal errichtet, dessen Büste von dem englischen Bildhauer Siegfried M. Wiens, einem Enkel des Dichters, geschaffen wurde.

92 - Rolandsbogen

Der Rolandsbogen ist der letzte Fensterbogen der Ruine einer mittelalterlichen Burg. Nach seinem Einsturz 1839 sah es der Romantiker Ferdinand Freiligrath als seine Pflicht an, das Erbe zu bewahren und rief zu Spenden auf, um den Bogen wieder aufzubauen. Der Blick reicht zum Siebengebirge mit dem Drachenfels und auf die Insel Nonnenwerth mit dem Kloster St. Clemens.

93 - Geheime Gärten Rolandswerth

Es lohnt ein Spaziergang zum Rheinufer und durch den über 100 Jahre alten Hentzenpark. Im Jahr 1897 errichtete hier Clara von Recklinghausen einen prächtigen Landsitz mit dazugehörigem Landschaftsgarten. 1918 wurde die Villa schließlich vom Fabrikanten Walter Hentzen erworben, nach dem der Park noch heute benannt ist. In den 1970er-Jahren wurde das Gebäude abgerissen und das Gelände verwahrloste, bis das Künstlerpaar Bittermann & Duka den Park im Rahmen des „Skulpturenufers Remagen“ in das Kunstprojekt „geheime gärten rolandswerth“ verwandelte.