PARTNERSTÄDTE

Remagen unterhält seit 1981 eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Maisons-Laffitte westlich von Paris und seit 1980 mit Georgsmarienhütte in der Nähe von Osnabrück. Die Städtepartnerschaften werden vom Beirat für Städtepartnerschaften der Stadt Remagen betreut. 

Für Auskünfte in Zusammenhang mit der Partnerschaft stehen Ihnen die Beiratsmitglieder zur Verfügung:
Volker Thehos (Vorsitzender), Andrea Georgi, Hans-Joachim Bergmann, Dr. Reinhold Viehoff, Wolfang Seidler, Oxana Iose, Jasmin Wilhelmi, Gisèle Hillen

Maisons-Laffitte

1981 wurde zwischen Remagen und Maisons-Laffitte die 1000. deutsch-französische Städtepartnerschaft besiegelt. Maisons-Laffitte liegt in einer Seine-Schleife 18 km nordwestlich von Paris. Im Süden geht die Stadt nahtlos in Le Mesnil-le-Roi über, im Osten wird sie durch die Seine von Sartrouville getrennt. Im Westen erstreckt sich der Forêt-de-Saint-Germain. Maisons-Laffitte gehört zum Departement Yvelines in der Region Île-de-France und hat rund 23.200 Einwohner. Sie gehört zu den beliebtesten Wohnstädten vor den Toren von Paris. Mit den Zügen der RER ist das Pariser Zentrum in knapp einer halben Stunde zu erreichen. 

Das Stadtzentrum von Maisons-Laffitte ist kompakt und überschaubar. Zentrale Achse ist die Avenue de Longueil mit zahlreichen Geschäften, Cafés und Restaurants, dem Rathaus, der Bibliothek und dem Bahnhof. Die seitlich parallel verlaufende „Avenue de Remagen” wurde 2006 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft eingeweiht. Unweit davon befindet sich die Markthalle. Nördlich schließt sich die „Parkstadt“ mit dem Schloss und dem Pferdesportzentrum an.

Das 1651 von Francois Mansart im Auftrag von René de Longueil erbaute Schloss gehört zu den „Monuments nationaux“ und gilt als ein Meisterwerk klassizistischer Architektur. 1777 wurde es vom Grafen von Artois erworben, 1818 kaufte es der Bankier Jacques Laffitte, der den Park in städtisches Bauland umwandelte. Nach ihm wurde die ehemalige Stadt Maisons-sur-Seine in Maisons-Laffitte umbenannt. 1905 ging das Schloss in nationales Eigentum über.


Maisons-Laffitte ist eines der bedeutensten Pferdesportzentren Frankreichs

Im Park gibt es zahlreiche Reitwege und auf der „Cercle de Gloire“ genannten Reitbahn, berühmt für ihre lange Gerade, finden bedeutende Rennen statt. Die Reitsporttradition geht auf den Graf von Artois zurück, der neben dem Schloss prachtvolle Pferdeställe und die Rennbahn errichten ließ.
Maisons-Laffitte bietet ein hochwertiges Kulturangebot mit Ausstellungen, Theater und Konzerten. An der Seine befindet sich einer der wohl attraktivsten Campingplätze der Île-de-France

Die Städtepartnerschaft wird in Remagen vom Partnerschaftsausschuss der Stadt Remagen betreut, in Maisons-Laffitte vom Verein „Amis de Remagen” (Freunde von Remagen). Beide arbeiten eng zusammen, um gemeinsame Aktivitäten zu organisieren.

Dazu gehören u.a.

  • Vermittlung von Jugend- und Schüleraustauschen 
  • Herstellung persönlicher Kontakte
  • Vermittlung und Betreuung von Kontakten zwischen Gruppen und Vereinen
  • Regelmäßige gegenseitige Besuche (Bürgerreisen)
  • Gemeinsame Aktivitäten und Informationsaustausch


Georgsmarienhütte

Besonders die Freiwillige Feuerwehr und die St. Sebastianus-Schützengesellschaft Remagen pflegen einen lebendigen Austausch mit der Partnerstadt.

Geschichte der Stadt

Vor mehr als 150 Jahren entstanden das Stahlwerk und bald darauf die Gemeinde Georgsmarienhütte. Im Jahr 1970 schlossen sich die sechs Gemeinden Georgsmarienhütte, Harderberg, Holsten-Mündrup, Holzhausen, Kloster Oesede und Oesede auf eigene Initiative zur Stadt Georgsmarienhütte zusammen. Hintergrund war der gemeinsame Wille, die heimische Wirtschaft auf eine breitere Basis zu stellen. Seit Gründung der „Georgs-Marien-Hütte” im Jahr 1856 hatten lange Zeit Eisen und Stahl das wirtschaftliche Schicksal der Altgemeinden geprägt. Im Logo der Stadt symbolisieren die Farben blau, grün und rot Luft, Landschaft und Stahl. Ein Ausdruck für Georgsmarienhütte als moderne Stadt mit guter Infrastruktur und lebendiger Geschichte.

Wirtschaftsstruktur

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Wirtschaftsstruktur erfolgreich gewandelt. Die Georgsmarienhütte GmbH als Nachfolgerin des Stahlwerkes produziert nun mit der innovativen Technik eines Elektrolichtbogenofens aus Schrott besonders strapazierfähigen Profilstahl. Über 2.000 Unternehmen verschiedenster Branchen schaffen rund 14.000 Arbeitsplätze, die Georgsmarienhütte auch für Einpendler aus den umliegenden Städten und Gemeinden attraktiv machen.

Infrastruktur

Die Stadt und ihre ca. 32.200 Einwohner profitieren von der wirtschaftsgeographisch günstigen Lage im städtischen Verdichtungsraum Osnabrück und von der Funktion als Mittelzentrum gegenüber dem Umland. Gute Verkehrsanbindungen an einem zentralen Drehkreuz, ein dichtes Nahverkehrsnetz, lückenlose Einkaufsmöglichkeiten mit kurzen Wegen und kostenlosen Parkplätzen und umfassende Bildungsangebote von sämtlichen Schulformen über eine Bildungswerkstatt, eine Kreismusikschule, eine Berufsbildungsgesellschaft bis hin zu mehreren Erwachsenenbildungsstätten tragen ihren Teil zur hohen Lebensqualität bei.

Freizeitaktivitäten

Zusätzlich bietet Georgsmarienhütte eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten: Sportliche kommen im Wald- und Panoramabad oder auf einem der Wanderwege durch den Teutoburger Wald auf ihre Kosten und für Theaterfreunde ist im Sommer eine Aufführung auf der Waldbühne in Kloster Oesede fast genauso ein Muss wie ein Besuch im Museum Villa Stahmer oder bei den vielen anderen kulturellen Veranstaltungen im Jahreskalender. Im Winter heißt es auf dem Roten Platz vor dem Rathaus „GMHütte on Ice”, wenn die Eislaufbahn mit ihrem echten Eis die Pforten öffnet. 

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