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Loonart

Dreierbande
Loonart
Obergasse 9
53424 Remagen
 
0176 23983088
Dr. Norbert Gramer

Dr. Norbert Gramer, Jahrgang 1951, lebt in Remagen am Rhein.

Künstlerischer Werdegang:

Malt seit seiner frühesten Kindheit. Durch eine gestalterische und grafische Ausbildung, Studien an alten Meistern (René Magritte, Salvador Dalí, Max Ernst, Albrecht Dürer) sowie amerikanischen Illustratoren und englischen Natur- und Tiermalern mit verschiedensten Techniken vertraut.
Seit den 70er Jahren verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen. Seine Bilder finden sich beispielsweise in öffentlichen Gebäuden wie dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie in privaten Sammlungen in der Bundesrepublik, Großbritannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten.
Signature Member der kanadischen Künstlergruppe: „Artists for Conservation“.

Werk
In vielen seiner Bilder beschäftigt sich Norbert Gramer mit der Einschränkung, dem Verschwinden und der Zerstörung der natürlichen Lebensräume unterschiedlichster Tierarten. In diesen Prozess ist besonders der Mensch als Verursacher und mittlerweile als selbst Betroffener eingebunden. Nicht nur schränkt er seinen eigenen und den natürlichen Lebensraum anderer Lebewesen durch Verstädterung, Landgewinnung und Verschmutzung ein, sondern sein geistiger engt sich parallel dazu in einem selbstverschuldeten Prozess ein, indem er sich den politischen, religiösen und medialen Zwängen ergibt.

Beide Formen der Einengung, die der natürlichen Lebensräume anderer Lebewesen und die geistige des Menschen, stellt Norbert Gramer mit verschiedenen Maltechniken dar, wobei Überschneidungen möglich und gewollt sind.

Die Aquarelle und Zeichnungen erfassen verschiedene Themen aus dem Bereich der Umweltzerstörung: Neben der allen Bildern gemeinsamen Thematisierung der Verringerung der Lebensräume nicht nur der bedrohten Tierarten, werden die Überbevölkerung, die sinnlose Jagd auf Wale sowie deren Vermarktung in Fun-Parks, Übertechnisierung und Vereinnahmung aller natürlichen Landschaften zum Zwecke der Nutzbarmachung, Ausbeutung der Ressourcen und Profitmaximierung behandelt.
Bewusst werden teilweise die Passepartouts in die Gestaltung der Bilder einbezogen, um die verheerenden Ausmaße, das Umfassende, Übergreifende der Umweltzerstörungen, die keine Grenzen kennen, darzustellen.
Die Art und Weise, wie wir alle mit unserer Umwelt, uns selbst und unserem Gegenüber umgehen, ist nicht in erster Linie eine Frage der Politik, sondern eine Aufgabe für jeden einzelnen von uns.
Kunst kann dazu beitragen, Wegbereiterin zu einem veränderten Bewusstsein gegenüber der Natur zu sein, indem sie von der Tagesaktualität abstrahiert, Zorn erweckt und Mitleid mit der betroffenen Kreatur erregt. Dies gelingt jedoch nur, wenn wir unsere Vereinzelung und das Denken in Profit- und Nutzenkategorien aufgeben und die Verbindungen und gemeinsamen Wurzeln mit der natürlichen Umwelt erkennen und akzeptieren.

In der Ölmalerei spiegelt sich der Versuch wider, die Irrealität und Zergliederung der Wirklichkeit aufzuzeigen. Sie bedient sich dabei zwar teilweise einer an René Magritte, Salvador Dalí und Max Ernst angelehnten surrealen Malweise und Darstellungsmöglichkeit, bildet aber nicht nur traumhafte innerpsychische Vorgänge ab, sondern greift konkrete religiöse, gesellschaftspolitische und philosophische Themen auf und löst sich damit – letztlich auch in der Gestaltungsform - von ihren surrealistischen Vorbildern. Besonders die Bilderserie Epsilons zeigt in Anlehnung an Aldous Huxleys Roman Brave New World, in dem die Epsilons die niedrigste Kaste bilden, bewusst gezüchtet, um die niedrigsten Arbeiten zu verrichten, dass die Menschen sich zu unfreien, unmündigen, ohnmächtigen, vollkommen von der Willkür der Mächtigen abhängigen Spielpuppen entwickelt haben.