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Umwelt

Umwelt und Klimaschutz



Klimaschutz

Klimaschutzmanagement

Der Klimawandel ist einer der größten Herausforderungen unserer Zeit und bietet gleichzeitig viel Potenzial
für gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Wandel. Es gibt viele Klimaschutzmaßnahmen, die bereits ergriffen wurden, dennoch gibt es noch viele Potenziale, die bisher ungenutzt sind.

Umwelt‐ und Klimaschutz bedeutet, weniger Treibhausgasemissionen zu verursachen, indem wir weniger Ressourcen verbrauchen und mit den genutzten Ressourcen sorgfältig und weise umgehen. Ein weiterer,
wichtiger Baustein ist die Produktion von Energie durch erneuerbare Ressourcen (Sonne, Wind, Biomasse und Wasser).

Jede und jeder Einzelne kann im Alltag zum Klimaschutz beitragen. Den Kommunen kommt durch ihre vielfältigen Einflussmöglichkeiten eine besondere Rolle im Klimaschutz zu. Auch die Stadt Remagen möchte ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Neben Maßnahmen, die bereits umgesetzt oder in Planung sind, wird bis 2022 ein integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Remagen erstellt und weitere Maßnahmen werden aufgenommen. Dabei werden auch Bürgerinnen und Bürger in den Prozess eingebunden.

Zusammen können wir im Klimaschutz viel erreichen!

Klimaschutzprojekte der Stadt Remagen

Mobilität

Elektromobilität

Eine Ladesäule für E-Autos befindet sich in der Innenstadt (Schmiedegang 2). Zur Förderung von Elektromobilität bietet die Stadt Remagen zudem Lademöglichkeiten für E-Bikes an:

  • Rheinpromenade Ecke Ackermannsgasse
  • Touristeninformation an der Bachstraße 7 (Passage)
  • Rathausplatz in Oberwinter
  • Restaurants mit dem Aufkleber "Wir laden auf"

Mobilität neu denken

2019 wurden für die Stadt Remagen Konzepte zu Teilbereichen der Mobilitätsinfrastruktur erstellt. Nach einer
Phase der Bürgerbeteiligung soll 2020 ein integriertes Leitbild zur Mobilität in Remagen entstehen. Infos dazu, wie Sie sich in den Prozess einbringen können werden bald auf unserer Webseite veröffentlicht.


Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien

Auf dem Dach der Grundschule in Oberwinter wurde bereits im Jahr 2008 eine Solaranlage installiert. Ebenso
wurde das Dach der Grundschule in Kripp im Jahr 2009 mit Solaranlagen ausgestattet.

Das Freizeitbad Remagens erhielt im Jahr 2012 Absorbermatten. Absorbermatten sind solarthermische Anlagen, die dabei helfen, das Beckenwasser im Freizeitbad zu erwärmen. Dadurch konnte der
Gasverbrauch in Schwimmbad deutlich reduziert werden.

Weitere Gebäude werden derzeit auf die Realisierbarkeit von Solarenergie geprüft. Zukünftig soll zudem die
Gewinnung anderer Erneuerbarer Energien im Remagener Stadtgebiet geprüft werden.

Energieeffizienz

Energieeffizienzmaßnahmen finden kontinuierlich statt und haben bereits den Energieverbrauch deutlich senken können. Im Fokus stehen zurzeit vor allem die Sanierung und Dämmung von städtischen Gebäuden, der Austausch von alten Heizungsanlagen und der Austausch von Leuchtmitteln auf LED in städtischen Gebäuden sowie bei der Straßenbeleuchtung. Durch die Maßnahmen konnten schon deutliche Stromeinsparungen verzeichnet werden. Beispielsweise konnte er Stromverbrauch bei der Straßenbeleuchtung trotz Zubau stetig gesenkt werden:

Stadt Remagen - Die Stadt am Rhein


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STADTRADELN 2020 - Wir sind dabei! 

Was ist STADTRADELN?

Die Stadt Remagen freut sich, dieses Jahr zum ersten Mal dabei zu sein. Seit mehreren Jahren findet das STADTRADELN, organisiert vom Klimabündnis, jährlich statt. Viele Kommunen und Städte beteiligen sich und setzten so gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, mit Vereinen und Wirtschaft und vielen anderen Akteuren ein Zeichen für den Klimaschutz. Beim STADTRADELN gilt es, innerhalb von 21 aufeinanderfolgenden Tagen so viele Kilometer per Rad zurückzulegen wie möglich. Dadurch soll die Aufmerksamkeit für den Klimaschutz und den Radverkehr gefördert werden.

Zudem können Radelnde in dieser Zeit die Bürgerbeteiligungsplattform RADar! nutzen, um Verbesserungsvorschläge oder Mängel einfach und schnell auf einem digitalen Stadtplan melden.

Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen kann jeder und jede, ob jung oder alt. Auch Gruppen, wie Unternehmen, Vereine oder Schulen können sich anmelden und gemeinsam Radeln und Kilometer sammeln.

Wie kann ich mitmachen?

Unter dem diesem Link oder üder die App (Android 5.0 oder höher bzw. iOS ab Vers. 11.2) können sich Gruppen oder Einzelpersonen für STADTRADELN und RADar! anmelden. Die gefahrenen Kilometer werden dann von den Radelnden selbst eingetragen. So kann man sehen, wie viele Kilometer man bereits zurückgelegt hat und wie viele Treibhausgasemissionen dadurch gespart wurden. Die geradelten Kilometer werden in den jeweiligen Gruppen sowie in Gruppe der Stadt Remagen am Ende zusammengezählt.

Wann wird geradelt?

In der Stadt Remagen findet das STADTRADELN vom 23.August bis 12. September 2020 statt.

Warum teilnehmen?

Fahrrad fahren hat viele Vorteile:

  • Gesund und fit bleiben
  • Schnelle Wege auf kurzer Strecke, vor allem durch das Stadtgebiet
  • Günstiger als Auto oder Bahn
  • In der Stadt Remagen kann man einer der schönsten Rheinradwege mit
    tollem Ausblick nutzen
  • Klimafreundlichstes Verkehrsmittel: Keine Treibhausgas Emission

Ab sofort können sich Einzelpersonen oder auch Gruppen hier anmelden: www.stadtradeln.de/remagen.

Mehr Infos und Fragen: www.stadtradeln.de/faq-radelnde

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Eigenen Co2-Fußabdruck berechnen

Klima- und Umweltschutz ist eine gemeinsame Aufgabe, bei der jede einzelne Person, jede Kommune und jedes Land gefragt ist. Auch im Alltag können alle individuell etwas tun.

Kennen Sie schon Ihren persönlichen CO2-Fußabruck? Möchten Sie wissen, wie viel CO2 Sie derzeit verbrauchen und vielleicht noch Möglichkeiten entdecken, mehr zum Klimaschutz beizutragen?

Hier geht es zum CO2-Rechner des Umweltbundesamtes


Mitmachen & Tipps

Es gibt viele Dinge, die wir schon im Alltag tun können, um zum Klimaschutz beizutragen. Hier sind ein paar Anregungen aufgelistet, mehr Informationen sind außerdem noch unter „Weitere Tipps“ zu finden. Dabei sollte man immer im Kopf behalten, niemand ist perfekt, aber wenn jeder ein wenig macht, kommen wir schon einen großen Schritt weiter.

Energie │ Energiesparen und Öko-Strom

Wussten Sie schon, dass der Großteil, des Stroms aus erneuerbaren Energien  aus Bürgerhand kommt?

Gut ein Drittel (31,5%) der installierten Leistung in Deutschland kommt von Privatpersonen. Das umfasst Einzelpersonen, Vereine oder auch Genossenschaften etwa für Solar- und Windparks. Das zeigt deutlich, dass jede einzelne Person einen Beitrag zur Energiewende leisten kann und viele das auch schon tun, indem sie eigene Solaranlagen installieren oder Energiegenossenschaften und Vereinen beitreten.


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  • Jetzt eigenes Solarpotenzial auf dem Dach checken! Über das Solarkataster des Kreises
    Ahrweiler

  • Informationen und Tipps zum Thema Energiesparen und Gebäudedämmung sowie deren Förderung bietet die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz an.
  • Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten auf Energielabels wie den „Energy-Star“.
  • Schalten Sie stand-by Geräte ganz aus.
  • Waschen Sie mit voller Waschmaschine und niedrigen Temperaturen 30/40/60 Grad.
  • Beziehen Sie Öko-Strom.
  • Verwenden Sie LED-Beleuchtung.

Energie │ Richtig Heizen und Lüften schont Umwelt und Geldbeutel

  • Stoßlüften statt Fenster auf kipp, so wird die Luft einmal gänzlich ausgetauscht und die Wände kühlen nicht aus.
  • Heizen auf eine Temperatur zwischen 18 und 20 Grad spart Energie und Geld. Jedes Grad mehr verbraucht ca. 6% mehr Heizenergie.

Mobilität │Fit und nachhaltig in den Alltag und den Urlaub

  • Benutzen Sie, wenn möglich, das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Vermeiden Sie Flugreisen und Schiffsreisen.


Abfall │Wiederverwendbar statt Einweg & Qualität statt Quantität

Abfallvermeidung ist ein wichtiger Bestandteil für den Klimaschutz. Für jedes Produkt bzw. den Abfall, wurden Ressourcen (Material & Energie) durch die Gewinnung der Rohstoffe, die Produktion und den Transport gebraucht. Entsprechend sind Maßnahmen wie Recycling und energetische Verwertung (Energiegewinnung durch Verbrennung) gut und notwendig, aber sollten nur als letzte Maßnahme betrachtet werden. Denn jedes neue Produkt benötigt neue Ressourcen und das Recyclen und Verwerten entnimmt diese Ressourcen teilweise dem natürlichen Kreislauf. Hinzukommt, dass für das Recyclen und Verwerten erneut Ressourcen benötigt werden (Einsammlung, Trennung, Vorbereitung, Recyclingprozess, etc.). Gegenstände sollten so lange es geht genutzt und repariert werden, auch das führt zu weniger Treibhausgasemissionen und schützt am Ende unser Klima. Mehr zu diesem Thema unter: www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/wertschaetzen-statt-wegwerfen/

Wie man Abfall beispielsweise vermeiden kann:

  • Wiederverwendbare Verpackungen (z.B. Taschen, Wasserflaschen, Brotdosen, etc.)
  • Vermeiden von Einwegprodukten.
  • Gegenstände gebraucht kaufen
  • Noch brauchbare Gegenstände verschenken, verkaufen oder spenden
  • Lebensmittel, wenn möglich ohne Verpackung, z.B. Obst und Gemüse kaufen.
  • Weniger ausdrucken und wenn möglich, beidseitig drucken.
  • Kleidung: Faire Kleidung und/oder Second-Hand Kleidung
  • Reparieren statt wegwerfen - zum Beispiel beim Reparatur-Café Remagen

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Ernährung │ Regional & Bio-Qualität

  • Saisonkalender für Obst und Gemüse von der Verbraucherzentrale RLP (pdf-Datei)
  • Fleisch nur ab und zu, dafür bessere Qualität aus der Region: „Wenn wir mehr Obst und Gemüse und weniger Fleisch essen, schützt das unmittelbar die Umwelt und das Klima. [Denn] die Produktion von einem Kilo Rindfleisch [verursacht] zwischen sieben und 28 Kilo Treibhausgase, während Obst oder Gemüse bei weniger als einem Kilo liegen.“ (Umweltbundesamt 2017)


Weitere Tipps│ Nachhaltig(er) leben

Viele weitere Tipps finden Sie
Verkehrswende Info Graphic Novel der Agora Verkehrswende. Ein Ansichtsexemplar befindet sich beim Klimaschutzmanagement der Stadt Remagen. Außerdem können Sie es hier downloaden oder bestellen.
Geeignet für Jung und Alt und Alle dazwischen.

Weitere Links


Sie haben Ideen, Anregungen, Verbesserungsvorschläge oder möchten sich selbst engagieren?

Wenden Sie sich gerne an das Klimaschutzmanagement der Stadt Remagen:

Chantal Zinke, Tel.: 02642-20165; Fax: 2017765, c.zinke@remagen.de




Das Klimaschutzkonzept wird mit einer Laufzeit von zwei Jahren, vom März 2020 bis zum Februar 2022, durch die nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau
und Reaktorsicherheit (BMUB) mit dem Förderkennzeichen 03K12482 gefördert.

Stadt Remagen - Die Stadt am RheinStadt Remagen - Die Stadt am Rhein




Hochwasser, Starkregen, Unwetter

Hochwasserschutzkonzept der Stadt Remagen

Die Stadt Remagen hat zusammen mit Fachleuten und den Bürgern ein örtliches Hochwasserschutzkonzept erarbeitet. Das vorläufige Konzept wurde am 20.09.2018 in Unkelbach der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Stadtrat hat am 26.11.2018 dem Hochwasservorsorgekonzept mehrheitlich zugestimmt. Unstrittige Maßnahmen hieraus sollen zeitnah umgesetzt werden. In einem zweiten Schritt sollen Maßnahmen zur Rückhaltung von Oberflächenwasser von einem neuen Planungsbüro überprüft und die Ergebnisse mit den betroffenen Anliegern und Ortsbeiräten besprochen werden.

Hochwasserschutzkonzept hier herunterladen:(Download als pdf-Dokument).


 

Weiterführende Informationen zum Thema Hochwasser erhalten Sie insbesondere


Unwetter

Die Zunahme extremer Wetterereignisse, das plötzliche und unerwartete Auftreten gefährlicher Überflutungen an Orten, an denen damit nicht gerechnet wurde, oder plötzlich über Wohngebieten entstehende Tornados zeigen, dass die vorhandene Bauwerkssicherheit immer häufiger an ihre Grenzen stößt. Hinweise zu baulichen Vorsorgemaßnahmen und Empfehlungen zum Schutz bei starkem Unwetter bieten fu.a. folgende Veröffentlichungen:


Lärm, Umgebungslärm

  • Umgebungslärm

Lärmaktionsplan Straßenverkehr

Um die Beeinträchtigung durch Lärm zu reduzieren, hat die Europäische Union ein gemeinsames Konzept zur Erfassung, Bewertung und Verminderung von Umgebungslärm beschlossen. Die nationale Umsetzung erfolgte, indem das Bundesimmissionsschutzgesetz geändert wurde.

Der Lärmaktionsplan für den Straßenverkehr der Stadt Remagen wurde vom Stadtrat am 19.03.2018 beschlossen.


Lärmaktionsplan Haupteisenbahnstrecke

Zuständig für den Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes ist seit dem 1. Januar 2015 das Eisenbahn-Bundesamt.

Mitte 2017 fand die erste Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Runde 3 der Lärmaktionsplanung an den Haupteisenbahnstrecken des Bundes statt. In dieser Phase hatten die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, dem Eisenbahn-Bundesamt ihre Lärmsituation vor Ort zu schildern. Die Ergebnisse hat das Eisenbahn-Bundesamt im Januar 2018 im Teil A des Lärmaktionsplans veröffentlicht. In der sich daran anschließenden zweiten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung konnte die Öffentlichkeit dem Eisenbahn-Bundesamt eine Rückmeldung zum Verfahren selbst, zu dem Lärmaktionsplan Teil A und zu bereits vorhandenen Lärmminderungsmaßnahmen geben. Die Ergebnisse stellt das Eisenbahn-Bundesamt im Lärmaktionsplan Teil B vor. Teil A und Teil B ergeben zusammen den vollständigen Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes.

Die nächste Öffentlichkeitsbeteiligung zur Runde 4 der Lärmaktionsplanung wird voraussichtlich im Jahr 2022 stattfinden.

Die Informationsseite des Eisenbahn-Bundesamt zur Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung finden Sie auf der Homepage des Amtes (externer Link, öffnet ein neues Fenster). Die Ergebnisse der Lärmaktionsplanung für die Haupteisenbahnstrecken können Sie auch über den Kartendienst des Eisenbahnbundesamtes einsehen (http://laermkartierung1.eisenbahn-bundesamt.de/mb3/app.php/application/eba).



Bahnlärm

Beitritt der Stadt Remagen zur Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“

Pressemitteilung vom 23.10.2018:

Die Stadt Remagen ist zur Förderung des Umweltschutzes der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“ beigetreten. Bei dieser Bürgerinitiative sind inzwischen alle Kommunen auf der linken Rheinseite von Urmitz-Bahnhof bis Remagen und damit bis zur nördlichen Grenze von Rheinland-Pfalz Mitglied, um sich gemeinsam für weniger Bahnlärm im Unteren Mittelrheintal zu engagieren.

Das Mittelrheintal ist mit über 400 Zugbewegungen täglich die wichtigste Schienengüterverkehrs-Trasse Europas zwischen den „ARA“ Häfen Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen und dem Mittelmeerhafen Genua.

Der damit einhergehende Bahnlärm im Mittelrheintal ist schon jetzt unerträglich. Viele Menschen verlieren infolge des zunehmenden Schienengüterverkehrs weiter massiv an Lebensqualität, der Wert ihrer Häuser sinkt drastisch und – schlimmer noch – ihre Gesundheit ist erheblich gefährdet.

So richtig und wichtig der Wunsch einer Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene auch ist, so fehlen dafür aber leider noch immer die Voraussetzungen. Eine Güterzugtrasse zur Entlastung des engen Mittelrheintals müsste längst existieren und der bisherige Lärm- und Erschütterungsschutz für die Bahnanwohner bedarf einer dringenden Anpassung an die inzwischen rasant gestiegenen Belastungen auch für viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt Remagen.

Folgt man dem Masterplan Schienengüterverkehr vom vergangenen Jahr des damaligen Bundesverkehrsministers Dobrindt, sollen die Zugzahlen deutschlandweit – also auch im Mittelrheintal - um 40 Prozent weiter ansteigen.

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative gegen Bahnlärm Rolf Papen erklärt, dass die bald abgeschlossene Digitalisierung des Bahnbetriebs im Mittelrheintal Tag und Nacht Zugfolgen im zwei bis drei Minutenabstand ermöglicht – mit dann weiteren einschneidenden Konsequenzen, insbesondere für die Bahnanwohner, aber auch für den Fremdenverkehr in der weltweit einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft im Mittelrheintal.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt Remagen entschlossen der Bürgerinitiative aus Weißenthurm, die auch anerkannte Umwelt-vereinigung in Rheinland-Pfalz ist, beizutreten.

Diesen Entschluss begründet der Bürgermeister der Stadt Remagen Björn Ingendahl wie folgt: „Die Bürgerinnen und Bürger entlang der Bahntrasse von Remagen bis Weißenthurm sind gleichermaßen vom zunehmenden Bahnverkehr betroffen. Daher war es für die Stadt Remagen nur folgerichtig, der Initiative beizutreten, denn gemeinsam sind wir stärker und lauter, um für unsere Bürgerinnen und Bürger einzutreten.“

Sowohl Björn Ingendahl als auch Rolf Papen sind sich darin einig, dass ein menschenwürdiges Leben an und mit der Bahn möglich ist, wenn konsequent und rasch seitens von Bund und Bahn gehandelt wird.

Unter dem Motto „WIR gegen Bahnlärm – gemeinsam sind wir stark“ lauten daher die wesentlichen Forderungen der Bürgerinitiative und ihrer Mitglieder:

  • Keine weitere Zunahme des Güterzugverkehrs im Mittelrheintal, solange der Lärm der Güterzüge nicht auf ein erträgliches Maß reduziert ist!
  • Begrenzung der Geschwindigkeiten der Güterzüge bei Ortsdurchfahrten auf 70 km/h!
  • Unverzügliche Fortsetzung einer Machbarkeitsuntersuchung zur Bahnlärmreduzierung auch im Unteren Mittelrheintal von Koblenz bis Bonn!
  • Durchsetzung des Gesetzes zum Verbot lauter Güterwagen ab 2020 - wenn erforderlich mit Fahrverboten und Geschwindigkeits-reduzierungen!
  • Einrichtung von Zug-Kontrollstellen insbesondere zur Messung des Lärms vorbeifahrender Züge bis Ende 2020 auch im Unteren Mittelrheintal!
  • Ertüchtigung von Alternativtrassen und Bau einer neuen Güterzugtrasse zur Entlastung des Mittelrhein- und Moseltals!




Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bürgerinitiative: wirgegenbahnlaerm.de


Die Interessengemeinschaft „Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen“ e.V. Bad Hönningen, führt in Zusammenarbeit mit den Bürgerinitiativen im unteren Mittelrhein- und Moseltal, seit über 6 Jahren jeden 2. Dienstag im Monat, um 19.00 Uhr, vor dem Bahnhof von Neuwied, eine DEMO gegen den Bahnlärm durch.

Die Deutsche Bahn AG und die Verantwortlichen in der Politik, sollen durch diese Demo’s an ihre Fürsorgepflicht in Sachen Bahnlärm erinnert werden. Denn Bahnlärm macht krank! Solidarisieren sie sich mit den lärmgeplagten Anwohnern an den Eisenbahnstrecken der Deutschen Bahn AG.

Die Demo findet bei jedem Wetter statt!

Folgetermine 2019:

12.02.2019 - Friedhelm Münch, Kreis-Beigeordneter Bad Neuenahr-Ahrweiler

12.03.2019 - Thomas Przybylla Bürgermeister VG Weißenthurm

09.04.2019 - Jan Einig, OB Neuwied

14.05.2019 - Fredi Winter MdL

11.06.2019 – Detlev Pilger


  • Baumschutz

Für das Gebiet der Stadt Remagen gilt eine Baumschutzsatzung. Dieser unterliegen alle wirtschaftlich nicht genutzten Bäume außerhalb des Waldes im gesamten Stadtgebiet von Remagen einschließlich der Ortsteile, und zwar insbesondere

  1. Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 80 cm und mehr, gemessen in einer Höhe von 100 cm über dem Erdboden,
  2. mehrstämmige Bäume, wenn die Summe der Stammumfänge 80 cm und mehr beträgt und mindestens 1 Stamm einen Mindestumfang von 30 cm aufweist.

Es ist verboten, ohne Genehmigung geschützte Bäume zu fällen, zu beschädigen, zu zerstören oder in ihrem Aufbau wesentlich zu verändern.

Von den Verboten kann die Stadt auf begründeten Antrag hin eine Ausnahme erteilen. Anträge auf eine Fällgenehmigung können formlos gestellt werden. Bei Rückfragen steht Ihnen gerne

zur Verfügung.



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