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Friedensmuseum "Brücke von Remagen"

Geschichte der Brücke von Remagen

Stadt Remagen - Die Stadt am RheinDie Eisenbahnbrücke bei Remagen wurde 1912 geplant und von 1916 - 1918 im Ersten Weltkrieg gebaut, um Truppen an die Westfront zu bringen. Kaiser Wilhelm II. gab ihr den Namen „Ludendorffbrücke“ zu Ehren des Generalquartiermeisters des Heeres Erich Ludendorff.

Im November 1918 diente sie dem Rückzug des deutschen Heeres und dem Einmarsch amerikanischer Besatzungstruppen. Erst 1919 fertig gestellt, wurde die Brücke in den beiden folgenden Jahrzehnten kaum genutzt. 1944/45 erlebte Remagen als Eisenbahnknoten zahlreiche alliierte Luftangriffe.

Am 7. März 1945 konnten Soldaten der 9. US-Panzer-Division die Ludendorffbrücke völlig unerwartet einnehmen. Auf deutscher Seite war die vorbereitete Sprengung fehlgeschlagen. Dieses „Wunder von Remagen“ soll General Eisenhower mit dem Ausruf „Die Brücke ist ihr Gewicht in Gold wert“ kommentiert haben.

Wegen des Verlusts der Brücke entsandte Hitler ein „Fliegendes Standgericht“, das fünf Offiziere zum Tode verurteilte und vier von ihnen sofort erschießen ließ.
Von deutscher Seite versuchte man, die Brücke durch Bombenangriffe und Kampfschwimmer zu zerstören.

Am 17. März 1945 stürzte die Brücke plötzlich ein und riss mehr als 30 amerikanische Soldaten in den Tod.

Mythos Brücke von Remagen
Die Ereignisse um die Brücke von Remagen waren sofort Stoff für Zeitungen und Zeitschriften. Bald wurde sie zum Mythos.

Stadt Remagen - Die Stadt am RheinAuf deutscher Seite bemühte sich Willi Bratge, der als amerikanischer Kriegsgefangener dem Todesurteil durch Hitlers Standgericht entgangen war, um eine tatsachengetreue Darstellung der Ereignisse. Sie erschien zuerst 1953 unter dem Titel „So war es wirklich am Brückenkopf Remagen“. Es folgten ein Hörspiel des NWDR und ein Dokumentarspiel des ZDF.

Auf amerikanischer Seite wurde 1956 das Buch „The Bridge at Remagen“ von Ken Hechler veröffentlicht. Es wurde mehr als 600.000 mal verkauft und bildete die Grundlage für den 1968 in der Tschechoslowakei gedrehten amerikanischen Spielfilm.

Entstehung des Friedensmuseums

Hans Peter Kürten, 1965 - 1994 Bürgermeister der Stadt Remagen, verfolgte hartnäckig sein Ziel, in den Stadt Remagen - Die Stadt am RheinBrückentürmen eine Gedenkstätte für den Frieden einzurichten. Erst seine Idee von 1978, kleine „Brückensteine“ mit Echtheitszertifikat als Briefbeschwerer anzubieten, brachte das nötige Startkapital.
Am 7. März 1980 konnte Kürten das Friedensmuseum Brücke von Remagen eröffnen. Mehr als 500.000 Besucher sahen bis 2002 das mit einfachsten Mitteln gestaltete Museum. Seit 2003 ist eine komplett neue Ausstellung in den alten Brückentürmen zu besichtigen.

Die neue Ausstellung enthält auch eine Abteilung über das riesige Kriegsgefangenenlager, das die US-Army von April bis Juli 1945 in Remagen und Sinzig eingerichtet hatte. Neben der Geschichte der Brücke von Remagen wird dem Besucher auch Stoff zum Nachdenken über das Thema Krieg und Frieden geboten, entsprechend dem Motto Hans Peter Kürtens:

                                                           Lasst uns jeden Tag 
                                                         mit Herz und Verstand 
                                                       für den Frieden arbeiten.
                                                   Beginne jeder bei sich selbst.



Brücke von Remagen

Weitere Informationen:
www.bruecke-remagen.de  - Tel. 02642 21863

Öffnungszeiten:
07. März bis zum 15. November von 10 - 17 Uhr
und zusätzlich Mai bis Oktober 10 - 18 Uhr,






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