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Friedensmuseum „Brücke von Remagen“

Sonderausstellung "Die Brücke von Remagen" Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 12 Uhr und 13 Uhr bis 16 Uhr Samstag, Sonntag und Feiertage von 10 Uhr bis 16 Uhr in der Rheinhalle Remagen

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie muss die Sonderausstellung im Monat November geschlossen bleiben

Als Hans Peter Kürten 1965 Bürgermeister von Remagen wurde, war er erstaunt, dass hier außer den verkommenen Ruinen der Brückentürme nichts an die schrecklichen Ereignisse von 1945 erinnerte. Es sollte noch weitere 15 Jahre dauern bis er 1980 seine Idee eines Museums in den Brückentürmen verwirklichen konnte. Als Angehöriger der letzten Generation, die den Krieg noch selbst erlebt hatte, wählte er den Namen "Friedensmuseum". Seither wurde das Museum von fast 800.000 Besuchern besichtigt.

Geschichte der Brücke von Remagen


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Die Eisenbahnbrücke bei Remagen wurde 1912 geplant und von 1916 - 1918 im Ersten Weltkrieg gebaut, um Truppen an die Westfront zu bringen. Kaiser Wilhelm II. gab ihr den Namen „Ludendorffbrücke“ zu Ehren des Generalquartiermeisters des Heeres, Erich Ludendorff.

Im November 1918 diente sie dem Rückzug des deutschen Heeres und dem Einmarsch amerikanischer Besatzungstruppen.

Erst 1919 fertig gestellt, wurde die Brücke in den beiden folgenden Jahrzehnten kaum genutzt. 1944/45 erlebte Remagen als Eisenbahnknoten zahlreiche alliierte Luftangriffe.

Am 7. März 1945 konnten Soldaten der 9. US-Panzer-Division die Ludendorffbrücke völlig unerwartet einnehmen. Auf deutscher Seite war die vorbereitete Sprengung fehlgeschlagen. Dieses „Wunder von Remagen“ soll General Eisenhower mit dem Ausruf „Die Brücke ist ihr Gewicht in Gold wert“ kommentiert haben.


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Wegen des Verlustes der Brücke entsandte Hitler ein „Fliegendes Standgericht“, das fünf Offiziere zum Tode verurteilte und vier von ihnen sofort erschießen ließ.

Von deutscher Seite versuchte man, die Brücke durch Bombenangriffe und Kampfschwimmer zu zerstören.

Am 17. März 1945 stürzte die Brücke plötzlich ein und riss mehr als 30 amerikanische Soldaten in den Tod.

Mythos Brücke von Remagen

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Die Ereignisse um die Brücke von Remagen waren sofort Stoff für Zeitungen und Zeitschriften. Bald wurde sie zum Mythos.

Auf deutscher Seite bemühte sich Willi Bratge, der als amerikanischer Kriegsgefangener dem Todesurteil durch Hitlers Standgericht entgangen war, um eine tatsachengetreue Darstellung der Ereignisse. Sie erschien zuerst 1953 unter dem Titel „So war es wirklich am Brückenkopf Remagen“. Es folgten ein Hörspiel des NWDR und ein Dokumentarspiel des ZDF.

Auf amerikanischer Seite wurde 1956 das Buch „The Bridge at Remagen“ von Ken Hechler veröffentlicht. Es wurde mehr als 600.000 mal verkauft und bildete die Grundlage für den 1968 in der Tschechoslowakei gedrehten amerikanischen Spielfilm.

Entstehung des Friedensmuseums

Hans Peter Kürten, 1965 - 1994 Bürgermeister der Stadt Remagen, verfolgte hartnäckig sein Ziel, in den Brückentürmen eine Gedenkstätte für den Frieden einzurichten. Erst seine Idee von 1978, kleine „Brückensteine“ mit Echtheitszertifikat als Briefbeschwerer anzubieten, brachte das nötige Startkapital.

Am 7. März 1980 konnte Kürten das Friedensmuseum Brücke von Remagen eröffnen. Mehr als 500.000 Besucher sahen bis 2002 das mit einfachsten Mitteln gestaltete Museum. Seit 2003 ist eine komplett neue Ausstellung in den alten Brückentürmen zu besichtigen.

Die neue Ausstellung enthält auch eine Abteilung über das riesige Kriegsgefangenenlager, das die US-Army von April bis Juli 1945 in Remagen und Sinzig eingerichtet hatte. Neben der Geschichte der Brücke von Remagen wird dem Besucher auch Stoff zum Nachdenken über das Thema Krieg und Frieden geboten, entsprechend dem Motto Hans Peter Kürtens:





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Lasst uns jeden Tag
mit Herz und Verstand
für den Frieden arbeiten.
Beginne jeder bei sich selbst.

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Friedensmuseum „Brücke von Remagen“

An der Alten Rheinbrücke 11
Eingang Rheinpromenade

02642 21863

02642 981821

info@bruecke-remagen.de

www.bruecke-remagen.de


Öffnungszeiten

7. März bis zum 15. November von 10 - 17 Uhr
und zusätzlich Mai bis Oktober 10 - 18 Uhr


Hinweis: Das Friedensmuseum "Brücke von Remagen" bleibt bis auf Weiteres geschlossen.