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Die Familie Caracciola in Remagen

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Rudolf Caracciola ("Karratsch" genannt) wurde am 30. Januar 1901 in Remagen geboren und zählt zu den legendärsten Rennfahrern aller Zeiten. Seine Siege mit dem "Silberpfeil" sind eng verbunden mit der "Grünen Hölle", dem Nürburgring. Seine 30-jährige Karriere begann durch einen Sieg in Köln und wurde durch einen schweren Unfall beim Großen Preis der Schweiz beendet.

Seine Kindheit verbrachte Rudolf in Remagen als Enkel des Hoteliers Johann August Otto Caracciola (*1815, +1886). Dieser kam im Jahr 1844 aus Andernach nach Remagen, eröffnete einen Weinhandel und übernahm die Agentur der "Kölner Dampfschifffahrts-Gesellschaft", die er bis 1875 fortführte. 1845 erbaute dieser am Rhein das "Hotel Fürstenberg" und erweiterte es 1870 durch das benachbarte Hotel "König von Preußen". Im Deichweg erbaute Otto Caracciola den rund 1000 m2 großen Apollinariskeller, der als Weinlager diente. Otto Maximilian Caracciola (*1866, +1915) führte anschließend das Hotel seines Vaters weiter und gab dieses nach dem Ersten Weltkrieg an seinen ältesten Sohn Otto Caracciola (*1895) weiter.

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Zum 100. Geburtstag wurde 2001 ein Denkmal in der Nähe seines Geburtshauses am Deichweg installiert.

Der Rennfahrer Rudolf Caracciola

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Schon früh hatte Rudolf Caracciola den Wunsch, Rennfahrer zu werden. Bereits 1916 erwarb er als erst 15-Jähriger mit einer Sondererlaubnis den Führerschein. Nach dem Gymnasium und der Anstellung in einer Kölner Maschinenfabrik wechselte er 1922 nach Aachen zu den "Fafnir Automobilwerken". Im selben Jahr gewann er sein erstes Rennen "Rund um Köln" mit einem "Fafnir". Daraufhin erhielt er in Dresden bei "Daimler-Benz" eine Stelle als Verkäufer und durfte gelegentlich mit einem geliehenen Mercedes-Sportwagen an Rennen teilnehmen.

Im Jahr 1926 heiratete Rudolf Caracciola Charlotte Liesen, genannt "Charly". 1926 gewann er auch den ersten Großen Preis von Deutschland auf der Berliner Avus. Im folgenden Jahr erreichte er dann beim Eröffnungsrennen des neuen Nürburgrings als Erster das Ziel und siegte 1931 im Typ SSKL als erster Ausländer die "Mille Miglia - 1000 Meilen von Brescia". Mit diesen und vielen anderen Siegen schrieb er Rennsportgeschichte.

Durch den Rückzug von Daimler Benz (1931) und schließlich auch von Alfa Romeo nach der Weltwirtschaftskrise gründete Rudolf Caracciola 1933 mit Louis Chiron eine Renngemeinschaft mit zwei privaten Alfa Romeo Fahrzeugen. Im gleichen Jahr erlitt er beim Training zum Großen Preis von Monaco einen schweren Unfall.

Im Februar 1934 kam seine Frau Charly bei einem Lawinenunglück in der Schweiz, der neuen Wahlheimat des Ehepaars, ums Leben.

1935 wurde Rudolf Caracciola nach insgesamt sieben Siegen auf Mercedes-Silberpfeilen Europameister und konnte diesen Titel auch 1937 und 1938 für sich gewinnen. Zudem schaffte er einen neuen Geschwindigkeitsrekord von 432,7 km/h auf der Autobahn Frankfurt - Darmstadt.

Nach dem Krieg im Jahr 1946 folgte er einer Einladung nach Indianapolis, obwohl er keine Genehmigung für den Transport seines eigenen Rennwagens bekam. Dort fuhr er das Rennen auf einem "Thorne Engineering Special" und hatte wieder einen schweren Unfall, unter dessen Folgen er lange litt.

1952 nahm er die Schweizer Staatsbürgerschaft an und startete beim Großen Preis der Schweiz. Dort musste er - bedingt durch einen schweren Unfall in der 13. Runde - seine Rennsport-Karriere endgültig beenden.

Am 18. September 1959 starb Rudolf Caracciola an einem plötzlich akut gewordenen Leberleiden.

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Der Caracciola-Platz 

Die Stadt Remagen und der Rudolf-Caracciola-Club haben aus Anlass des 50. Todestages von Rudolf Caracciola im Rahmen der Caracciola-Gedächtnistage vom 26. - 28. September 2009 den Caracciola-Platz auf der neugestalteten Remagener Rheinpromenade eingeweiht.

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BILDERGALERIE


Das Fest zu Ehren des Rennfahrers war sowohl Samstag als auch Sonntag von einer Ausstellung historischer Fahrzeuge aus der Caracciola-Ära begleitet. Zudem war der Caracciola-Siegerwagen des Rennens von 1927 auf dem Nürburgring auf die Rheinpromenade gekommen.

Am Montag konnte ein Dutzend historischer Mercedes-Kompressor-Wagen auf der Remagener Rheinpromenade bewundert werden.