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Museen in Remagen
- ARP MUSEUM Bahnhof Rolandseck Hans-Arp-Allee, Remagen-Rolandseck Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen, 11 bis 18 Uhr - montags geschlossen. |
- FRIEDENSMUSEUM Brücke von Remagen An der Alten Rheinbrücke, Remagen Öffnungszeiten: 07. März bis zum 16. November täglich von 10 - 17 Uhr und zusätzlich Mai bis Oktober 10 - 18 Uhr |
- RÖMISCHES MUSEUM Remagen  Kirchstraße 9, Remagen Öffnungszeiten: März bis Oktober, Mi.-So. 15-17 Uhr, für Gruppen nach Vereinbarung - |
- Kleines Schifffahrtsmuseum  Nelkenweg 10, Remagen-Kripp |
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ARP MUSEUM BAHNHOF ROLANDSECK, Hans Arp Allee |
Winterpause ist vom 9. bis 28. Januar 2012
Öffnungszeiten
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Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen, 11 bis 18 Uhr montags geschlossen.
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Eintrittspreise Erwachsene 8,00 - Ermäßigt 6,50 Dienstag Special (für alle Besucher) 6,50 Nur Bahnhof Rolandseck 4,00 - Ermäßigt 2,00 Familienkarte (max. 2 Erwachsene mit mindestens 1 Kind bis 16 Jahre) 12,00 Kinder unter 10 Jahren frei Gruppen ab 10 Personen, pro Person 6,50 Schulklassen nach Anmeldung, pro Person 3,50 Jahreskarte (Ausstellungen und Lesungen) 60,00 Jahreskarte ermäßigt 45,00 Kombikarte mit Friedensmuseum 9,00
Alle Preise in Euro. Ermäßigung für: Schüler, Studenten, Wehr- und Ersatzdienstleistende, Helfer im sozialen Jahr, Schwerbehinderte, Theatergemeinde Bonn, ADAC-Mitglieder, Empfänger von sozialen Transferleistungen Inhaber von: ArtCard, KulturCard Bonn, Rheinland-Pfalz Card, RLP Ticket, Rheintaler, SWR2 Kulturkarte
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Führungen zur aktuellen Ausstellung und zum Bahnhof Rolandseck:
Deutschsprachige Führungen bis zu 25 Personen 50,00 EUR. Englischsprachige/französischsprachige Führungen bis 25 Personen 60,00 EUR, zusätzlich 2,00 EUR Eintritt pro Person.
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Führungen im Neubau:
Deutschsprachige Führungen bis zu 25 Personen 75,00 EUR. Englischsprachige/französischsprachige Führungen bis zu 25 Personen 85,00 EUR, zusätzlich 5,00 EUR Eintritt pro Person.
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Einweihung und Eröffnung des Museums-Neubaus am 28.09.2007 durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Kurt Beck. Ab dem 29. September 2007 ist der Museums-Neubau für die Öffentlichkeit zugänglich.
Der Bahnhof Rolandseck, das klassizistische Juwel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bei Remagen, ist seit Jahrzehnten Ort für berühmte Künstler aus der ganzen Welt - für Musiker, Literaten, Maler und Bildhauer. Ursprünglich war der Bahnhof Endstation einer Privatbahn, die ab Köln verkehrte. Heute noch hält hier jede Stunde ein Nahverkehrszug sowohl in Richtung Koblenz als auch in Richtung Köln. Architektur und Geschichte Der Bahnhof Rolandseck von Emil Hermann Hartwich (1801-1879) wurde 1856 vollendet. Er gilt heute als bedeutendes Kulturdenkmal der rheinischen Kunstgeschichte und des frühen deutschen Eisenbahnbaus. Die umlaufenden gusseisernen Aussichtsgalerien sind markante Zeugnisse des rheinischen Eisenkunstgusses. Schlichte Formen und die ausgewogenen Proportionen der Außenarchitektur geben dem Bau Ruhe und Vornehmheit. Die Anlage des Baukörpers mit den seitlichen Türmen sowie der Park mit den alten Kastanien- und Lindenbäumen binden den Bahnhof harmonisch in die umliegende Villenarchitektur und in die Landschaft ein. Der prächtige Festsaal des Bahnhofs war schon in der Mitte des vorigen Jahrhunderts Treffpunkt der Gesellschaft und Schauplatz kultureller Ereignisse am Rhein. Hier, wo der Reisende des vorigen Jahrhunderts von der Bahn in das Rheinschiff oder die Kutsche umstieg, sind Königin Viktoria von England, Kaiser Wilhelm II. und Reichskanzler Bismarck zu Gast gewesen. Heinrich Heine, Ludwig Uhland, Karl Simrock, die Gebrüder Jacob und Wilhelm Grimm sowie Friedrich Nietzsche kehrten ein und wurden von der rheinischen Landschaft und Sagenwelt zu Gedichten, Liedern und Märchen inspiriert. Der junge Guillaume Apollinaire, der während der Spaziergänge auf den Terrassen des Bahnhofs Rolandseck einer jungen Engländerin, Annie Playden, seine Liebe gestand, dessen stürmisches Liebeswerben aber ungehört blieb, schrieb in Rolandseck einen Großteil seiner in Deutschland entstandenen Gedichte. Der Künstlerbahnhof und sein "spiritus rector" Nach dem II. Weltkrieg wurde der Bahnhof nicht mehr bewirtschaftet. Das Baudenkmal aus den Anfängen des Eisenbahnzeitalters war dem Verfall preisgegeben und sollte abgerissen werden. Kurz vor dem geplanten Abriss im Jahr 1964 entdeckte Johannes Wasmuth, der im September 1997 verstorbene "spiritus rector" des Bahnhofs, das Gebäude. Voller Tatendrang erweckte er es als Kunst- und Künstlerzentrum zu neuem Leben. Sein Grundgedanke, den Bahnhof Rolandseck in einen Ort künstlerischen Schaffens zu verwandeln, wurde in Marcel Marceaus "Manifest von Rolandseck" am 15. Mai 1969 eindringlich beschworen. So hat sich der Bahnhof zu einem Zentrum der geistig-künstlerischen und gesellschaftlichen Begegnung entwickelt, zu einer Stätte des ungezwungenen Dialogs, offen für jeden Interessierten. Namen wie Martha Argerich, Svjatoslav Richter, Stefan Askenase, die Menuhins, Pinchas Zukerman, Gidon Kremer, Oskar Kokoschka, Gotthard Graubner, Günther Uecker, Bruno Goller, Hans (Jean) Arp, Wolfgang Hildesheimer, Martin Walser, Gerhard Zwerenz, Marcel Marceau und Clown Dimitri sprechen für Johannes Wasmuths Geschick als Impresario des Bahnhofs. Nachdem die wirtschaftlichen Probleme dieser Privatinitiative immer drängender wurden, gründete das Land Rheinland-Pfalz 1973 die "Stiftung Bahnhof Rolandseck", die das Bahnhofsgebäude erwarb, die finanziellen Lasten für den Unterhalt und den Betrieb der Kultureinrichtung übernahm und damit die Zukunft des Bahnhofs auf ein solides Fundament stellte.
Renovierungsphasen und Neubau In 2001 wurde mit der Renovierung und Restrukturierung des Bahnhofsgebäudes begonnen. Die Wiedereröffnung erfolgte im Herbst 2004. Im Sockelgeschoss des Bahnhofs befindet sich künftig der Eingang des ARP MUSEUMs, die erste Etage beherbergt einen Wechselausstellungsraum, im Festsaal befindet sich schon heute das Café "interieur no. 253", in den Türmen werden Arbeitsplätze für Künstler und Wissenschaftler eingerichtet. Der neue Eingang wird in den Museumsneubau führen. Ein breiter Tunnel unter den Gleisen bildet dann die Verbindung zwischen Bahnhof und Museum. Enden wird er in einem Wechselausstellungsraum für die Gegenwartskunst. Von dort wird es einen Zugang in die Ausstellungsräume auf den Rheinhöhen geben, die dem Werk von Hans (Jean) Arp und Sophie Taeuber-Arp vorbehalten sind. Die Grundsteinlegung für den Museums-Neubau wurde am 23.10.2004 feierlich vollzogen. Die Eröffnung des Museums-Neubaues war am 29.09.2007.
 Weitere Informationen: Tel. 02228 94250 www.arpmuseum.org nach oben ↑

Ab Juli 2010 gibt es den neuen Rheintaler mit dem Motiv des Arp Museums.
Ausstellungen im Arp Museum:
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bis 8. Januar 2012 Kunstkammer Rau: Horizonte Landschaftsmalerei von Fra Angelico bis Claude Monet
bis 8. Januar 2012 Biomorph! Hans Arp im Dialog mit aktuellen Künstlerpositionen
Bitte beachten Sie die Schließung des Museums vom 9. bis zum 28. Januar 2012 aufgrund von Bauarbeiten.
bis 4. März 2012 Belvedere – Warum ist Landschaft schön? 24 aktuelle Ausblicke
bis 4. März 2012 Rheinromantik. Mythos und Marke
----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Jahresthema 2012 »Architektur«
29.01. bis Dezember 2012 Sammlungspräsentation Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp Rund 90 Werke aus der Landessammlung Rheinland-Pfalz bieten einen Überblick über das Werk des Hauspatrons Hans Arp. Im Kabinett veranschaulicht ein Exkurs die künstlerische Zusammenarbeit mit seiner Frau Sophie Taeuber-Arp.
10.02. bis 14.10.2012 Kunstkammer Rau: Köstlich! Stillleben von Snyders bis Morandi Die Vielfalt der Stillleben in der »Sammlung Rau für Unicef« ermöglicht einen Gang durch alle europäischen Kulturlandschaften und Zeiten: von den reich gedeckten Barock-Tischen eines Frans Snyders zu den poetisch-klaren Ansichten der Anne Vallayer-Coster bis zu den farbstarken Bildern des Symbolisten Édouard Vuillard und den nahezu abstrakten Stillleben von Giorgio Morandi.
25.03. bis 16.09.2012 Die Eroberung der Wand. Nazarenerfresken im Blick der Gegenwart Die Ausstellung stellt einen Dialog her zwischen auf Tuch abgenommenen Fresken (vormals im Speyerer Dom) des Nazarener-Künstlers Johann von Schraudolph, die die zwölf Apostel zeigen, mit zwölf Wandarbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen, darunter Sonja Alhäuser, Karin Sander, Dorothee von Windheim und Heike Weber.
27.04. bis 19.08.2012 Joachim Manz Monografische Schau des 1957 in Lünen geborenen Künstlers, der sich in seinen Skulpturen, Wandstücken und Arbeiten im öffentlichen Raum intensiv mit dem Thema Raum und Architektur auseinandersetzt. Parallel zur Ausstellung wird er eine Arbeit für das Skulpturenufer Remagen realisieren.
31.08.2012 bis März 2013 Florian Slotawa Der junge Berliner Künstler Florian Slotawa wird in seinen konzeptuellen Skulpturen und Installationen auf die klassizistische Architektur des Bahnhofs Rolandseck reagieren.
30.09.2012. bis März 2013 Building as Art. Die Architekturkomposition Richard Meiers (Arbeitstitel) Zum fünfjährigen Jubiläum des spektakulären Museumsneubaus von Richard Meier präsentiert das Arp Museum eine monografische Schau zur Architektur des Pritzker-Preisträgers.
09.11.2012 bis 14.04.2013 Kunstkammer Rau: Lichtgestöber Der Winter im Impressionismus Ausgehend von sechs einzigartigen Winterlandschaften von Monet, Caillebotte und Sisley aus der »Sammlung Rau für UNICEF« arbeitet die Ausstellung das besondere der impressionistischen Darstellung des Winters heraus. Rund 40 hochkarätige internationale Leihgaben zeigen das Thema in seiner ganzen Vielfalt. In einem Exkurs untersucht die Ausstellung erstmalig anhand von Fotografien und Zeitungsberichte aus der Entstehungszeit der Bilder das Klimaphänomen der außergewöhnlich strengen Winter der 1870er bis 1890er Jahre.
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English Germany’s only “Museum with a Railway Connection”, which opened in 2007, poses an unusual combination of a train station building in classicistic style with the new avant-garde building by star architect Richard Meier on the hills above the Rhine. It is a unique museum complex affording a spectacular view to the Siebengebirge Hills panorama. Four floors of exhibition space provide a forum for presenting works done by the namesakes of the museum, Hans Arp and Sophie Taeuber-Arp, one of the most significant artist couples in the 20th century, as well as for showcasing internationally recognized contemporary artists. In addition to its first-rate exhibitions, the museum also offers concerts featuring renowned musicians, excellent literary events, and a wide spectrum of museum education programs.www.arpmuseum.org Francais Cette gare de genre classique datant de 1856 était le point extrème d’un chemin de fer privé qui circulait à partir de Cologne. Sa salle de fêtes fut dès le milieu du dernier siècle un lieu de rencontre de la société et scène de la vie culturelle. Après sa renovation, la gare et la construction nouvelle du musée, entreprise par Richard Meier sur la hauteur du Rhin, deviendront le Musée Arp de la gare de Rolandseck. Des oeuvres de Hans Arp et de Sophie Taeuber-Arp et de l’art contemporain y seront exposés. Nederlands Het classicistisch station Rolandseck uit het jaar 1856 was het eindpunt van een privé-spoorlijn die uit Keulen kwam. De prachtige feestzaal was reeds in de 19e eeuw het trefpunt van de elite en het schouwtoneel van de cultuurgeschiedenis aan de Rijn. Na de renovatie werd het station via een tunnel onder de sporen verbonden met het door Richard Meier ontworpen nieuwe museum op de heuvel aan de Rijn. U vindt hier werken van Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp en internationale moderne kunst, alsmede regelmatige wisseltentoonstellingen.
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FRIEDENSMUSEUM "Brücke von Remagen" - An der Alten Rheinbrücke |
Die Zufahrt über die Straße "An der Alten Rheinbrücke" ist für Busse nicht möglich. Parken können Busse im Bereich der Goethestraße.
In den Türmen der 1916-1918 erbauten Brücke ist seit 1980 das FRIEDENSMUSEUM Brücke von Remagen untergebracht, das die Geschichte der früheren Ludendorffbrücke und des Kriegsgefangenenlagers Remagen darstellt.
Sie wurde am 07. März 1945 weltberühmt, als amerikanische Truppen hier unerwartet den Rhein überqueren konnten. Das Ende des Zweiten Weltkrieges war damit in greifbare Nähe gerückt.
Am 17. März 1945 brach die beschädigte Brücke in sich zusammen und begrub 30 US-Soldaten unter sich.
"Da Kriege in den Köpfen der Menschen beginnen, ist es notwendig, in den Köpfen der Menschen Vorsorge für den Frieden zu treffen." (Präambel der UNESCO-Verfassung, 16.11.1945)
Das Museum wurde mit 5 Sternen ausgezeichnet. Weitere Informationen: www.bruecke-remagen.de - Tel. 02642 21863 Öffnungszeiten: 07. März bis zum 16. November von 10 - 17 Uhr und zusätzlich Mai bis Oktober 10 - 18 Uhr, Eintritt: Erwachsene/adults 3,50 Euro, ermäßigt (Jugendl./Studenten/Behinderte - adolescents/students/handicapped persons) 1 Euro, Gruppen - groups ab 10 Personen 2 Euro, Eltern mit Kindern / parents with children 7 Euro

Im Verkauf: Der "Rheintaler" mit dem Motiv der "Brücke von Remagen". Erhältlich im Friedensmuseum "Brücke von Remagen" nach oben ↑
Im Museum, aber auch bei der Tourist-Information erhältlich siehe unter Tourismus "Verkaufsartikel"
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 DVD "Die Brücke von Remagen (D)
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 Bridge at Remagen (GB)
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 Die Gefangenenlager auf den Rheinwiesen
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English The "Friedens Museum" (Peace Museum) was established in 1980 in the towers of the "Bridge at Remagen", built from 1916-1918. The bridge gained fame as American troops were able to cross the last remaining bridge on the Rhine in 1945. The histories of the Ludendorffbrücke (as it was called) and the Prisoner-of-War camp in Remagen are on show in the museum. The bridge collapsed 1945 killing 28 U.S.-Soldiers. Francais Le musée de la paix du pont de Remagen se trouve dans les tours depuis 1980. Il présente l’histoire du pont et des prisonniers ainsi que de la prise d’assaut des américains en 1945. Nederlands De torens van de laatste rijnbrug die tijdens de tweede wereldoorlog intact bleef bevinden zich ongeveer 700 meter stroomopwaarts langs de rijnpromenade. Daarin vindt u het Vredesmuseum "Brug van Remagen", dat u informeert over de bouw van de brug in 1916 tot 1918, de mislukte poging om haar te laten springen en de erop volgende verovering op 7 maart 1945 door Amerikaanse troepen. Hier vindt u ook een tentoonstelling met de portretten van alle winnaars van de Nobelprijs voor de vrede.
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RÖMISCHES MUSEUM REMAGEN , Kirchstraße 9 |
Geschichte des Hauses
Im 19. Jahrhundert wurden in Remagen viele Funde aus der Römerzeit geborgen. Sie wurden zunächst im Ratssaal aufbewahrt und gezeigt. Als im Jahre 1900 eine Ausgrabung weitere Fundstücke zutage förderte, entschloss man sich, eine gotische Kapelle aus dem 15. Jahrhundert zum Museum umzubauen. Während der Umbauarbeiten wurden 1903 große Säulenbasen knapp unter dem Fußboden gefunden. Sie gehörten zum Eingangsbereich der "Principia", dem Stabsgebäude des römischen Kastells. Sie sind mit ihren Fundamenten in situ erhalten und durch einen Keller zugänglich gemacht worden. Die Westfassade der Kapelle wurde mit vier großen Fenstern den Zwecken des Museumsbaues angepasst. Am 10. Mai 1905 öffnete das neue "Heimatmuseum". Im 2. Weltkrieg wurde das Museum schwer beschädigt. Ungefähr 80% der Sammlung gingen verloren. Doch es gibt noch immer spannende Objekte, die einen Besuch lohnen. 1989 wurde das Museum mit einer neuen Ausstellung als RÖMISCHES MUSEUM REMAGEN wiedereröffnet.
Die Ausstellung Das kleine Museum hat den Vorteil, dass der Besucher in kurzer Zeit viel über Leben und Tod in einem römischen Hilfstruppenkastell erfahren kann. Alle Ausstellungsstücke wurden in Remagen gefunden, so kann man einen Eindruck davon gewinnen, was von der römischen Kaserne und Zivilsiedlung, die drei Jahrhunderte überstanden, übrig ist, und wie die moderne Archäologie diese Überreste auswertet. Im Keller wird der Besucher durch acht Gräber in die Begräbnissitten des 1. und 2. Jahrhunderts eingeführt. Im Erdgeschoss wird das tägliche Leben der Soldaten überwiegend durch Inschriften vorgestellt. Auf der Empore zeigen Fundstücke aus Keramik, Glas, Terrakotta und Metall Beispiele römischer Handwerkskunst. Viele der Kleinfunde sind wertvoll für die Forschung. Sie erzählen ihre eigene Geschichte. In Remagen wurde eine ganze Anzahl von Inschriften gefunden.
Eine der kleinsten ist eine der interessantesten. Sie wurde in den noch feuchten Ton eines Krugbodens geschrieben, bevor dieser getrocknet und gebrannt wurde. Die Schrift ist eine römische Kursive, die nur wenige Spezialisten lesen können: "quisquis amat / pueros sene / finem puellas / rationem sacli / no refert!" F. Bücheler übersetzte dies 1907 frei: "Wer Knaben liebt und Mädchen ohne End, mit dessen Beutel geht es bald zu End." Er wies auf vergleichbare Graffiti in Pompeji hin. Doch vielleicht gibt es noch eine einfachere Erklärung: Möglicherweise diente der Krug als Spardose? Von solchen Graffiti auf Wänden und Gegenständen ist die römische Schreibschrift bekannt. Auch auf den bekannten Wachstäfelchen lassen sich manchmal Texte entziffern, die mit einem Griffel hineingeritzt wurden. Es wurden auch Tintenfässer und Schreibfedern aus Stahl gefunden.
Sonderausstellung "Blick ins Magazin" Im Jahr 2001 feierte Remagen mit zahlreichen Veranstaltungen das 2000-jährige Bestehen. Aus diesem Anlass werden die Magazinbestände als Sonderausstellung im Museum präsentiert. Der Besucher erhält mit dieser Ausstellung einen Blick hinter die Kulissen und in die wechselvolle Geschichte des kleinen Museums.
Weitere römische Funde Nur wenige Schritte vom RÖMISCHEN MUSEUM befindet sich die Pfarrkirche St. Peter und Paul. Im Kirchhof zieht das romanische Pfarrhoftor aus dem 12. Jh. mit seinen geheimnisvollen Skulpturen, die die acht Todsünden darstellen, die Blicke auf sich. Einige der Bilder, z.B. der feuerspeiende Drache, sind in wiederverwendete römische Steine, "Spolien", gemeißelt worden. In der Eingangshalle der Kirche sind zwei römische Altäre für Jupiter (IOM) zu besichtigen, die ihm die Benefiziarier Sextus Senius Secundinus und Titus Farfenna Ianuarius gestiftet haben, als sie an die Straßenstation nach Remagen abkommandiert worden waren. Die Steine wurden 1969 beim Einbau der Heizung unter dem Boden der Kirche gefunden. Der Kirchturm steht wahrscheinlich auf den Resten eines spätantiken Festungsturms. In der Stützmauer am Deichweg unterhalb der Kirche bieten zwei Bögen den Blick auf das spätantike Mauerwerk. Erhalten ist nur noch der Kern mit den charakteristischen Ausgleichslagen aus Ziegelplatten. Die Steine der Fassade waren wohl schon im Mittelalter Steinräubern zum Opfer gefallen. Auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus wurde Ende 2004 ein Stück der römischen Festungsmauer rekonstruiert.
Die Römer in Remagen Noch immer gibt es keine Klarheit darüber, wann das erste römische Hilfstruppenkastell in RIGOMAGUS errichtet wurde. Keramik- und Münzfunde lassen vermuten, dass es um das Jahr 43 n.Chr. angelegt wurde, als die Truppen am Rhein umstrukturiert wurden, weil Kaiser Claudius Britannien erobern ließ. Im Jahr 1900 wurde ein Stück Palisade ausgegraben, deren Balken neuerdings dendrochronologisch auf die Jahre zwischen 6 vor und 6 nach Christus datiert werden. Wer baute diese Palisade? Gab es ein germanisches oder gallisches Dorf? Nur weitere Ausgrabungen könnten diese Frage beantworten. Im Kastell war eine cohors equitata, eine gemischte Infantrie- und Kavallerieeinheit mit einer Sollstärke von 500 Mann stationiert. Während des "Bataveraufstandes" 69/70 n. Chr. wurde das Kastell zerstört und später wieder aufgebaut. Einheiten aus Pannonien, Thrakien und Spanien taten Dienst in Remagen. Wahrscheinlich im ausgehenden 3. Jh. n. Chr. wurde das Kastell zu einer Festung ausgebaut. Der Geschichtsschreiber Ammianus Marcellinus erwähnt, dass das "Rigomagum oppidum" den Germaneneinfall von 355 unzerstört überstanden habe. Über Remagen im 5. Jh. ist nicht viel bekannt, außer dass es dort eine christliche Gemeinde mit einer Kirche gegeben hat.
Zum Weiterlesen: Kurt Kleemann: Das Römische Museum Remagen. Rheinische Kunststätten Heft 401. Köln 1994. ISBN 3-88094-759-7, 32 Seiten, 2,30 €.
Prospekt 1 zum Downlaod Prospekt 2 zum Download
Weitere Informationen: Römisches Museum, Kirchstraße 9, 53424 Remagen Öffnungszeiten: März bis Oktober, Mi.-So. 15-17 Uhr, für Gruppen nach Vereinbarung Telefon: 02642 20159, Mail: k.kleemann@remagen.de nach oben ↑
English Exhibits from an old Roman fort "Rigomagus" are displayed in an old church and include coins and burial tokens from the 1st to 4th centuries A.D.. The finds give a fascinating insight into life in Roman times. Francais Des morceaux de fouilles archéologiques de la fortification de Rigomagus sont exposées dans l’ancienne chapelle. Des inscriptions, des tombes et des pièces donnent un aperçu de la vie des soldats romains au bord du Rhin. Nederlands In het Romeins Museum, de voormalige Knechtstedener kapel uit de 15e eeuw, worden kunstwerken uit de historische "Rigomagus" tentoongesteld. In de kelder van het museum zijn de funderingen van een zuilengang van het voormalig Romeinse fort bewaard. De reproductie van een wapenschild boven de ingang herinnert aan het vroegere gotische raadhuis van 1539
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KLEINES SCHIFFFAHRTSMUSEUM, Nelkenweg |
Seltene Exponate sind nach originalen Bauplänen nachgebaut (u.a. Seenotrettungskreuzer)
Weitere Informationen: Nelkenweg 10, Remagen-Kripp Öffnungszeiten: nach tel. Absprache Sa. 10-12 Uhr Telefon: 02642 5498 nach oben ↑
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