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Skulpturenufer Remagen - bank of sculptures

Das Konzept
Remagen feierte im Jahr 2001 sein 2000-jähriges Bestehen. Das war der Anlass, entlang des Rheinufers Kunst auf Dauer zu installieren. Die Stadt Remagen betraute das ARP MUSEUM Bahnhof Rolandseck mit der konzeptionellen und organisatorischen Seite dieses Vorhabens. Grundlage für die Zusammenarbeit ist eine Vereinbarung, die 2003 vom Rat der Stadt Remagen und den Gremien des ARP MUSEUMS verabschiedet wurde. Beabsichtigt ist, das Rheinufer mit einer Skulptur pro Rheinkilometer zu einem "Skulpturenufer" zu binden. Bis 2007 sollen 12-14 Skulpturen am Rheinufer Remagens realisiert sein. Künstlerisches Ziel des Skulpturenufers ist es, Werke entlang des Rheins zur "Aufführung" kommen zu lassen, die aufgrund ihrer Erscheinungsform nicht per se im tradierten Sinne als Kunstwerke auftreten. Es sollen also nicht umschlossene, hermetische Kunstwerke am Rhein entlang aufgestellt werden, sondern solche, die sich zur Gesellschaft hin öffnen, alltäglich erfahrbar werden und so zu Auseinandersetzungen anregen. So stellte in 2001 Thomas Huber zwei "Bauschilder" dort auf, wo Baumaßnahmen tatsächlich geplant waren. So pflanzte Peter Hutchinson seine "Thrown Ropes" an eine Stelle, an der auch ungeachtet von einer tieferen Kunstabsicht eine Bepflanzung Raum gefunden hätte. Und so baute Eberhard Bosslet seinen "Regenfänger" gleich einer Landmarke auf die Mole der Hafeneinfahrt von Oberwinter. Für die einzelnen Skulpturen werden sowohl internationale, deutsche, als auch mit Rheinland-Pfalz verbundene Künstler eingeladen. Bei deren Werken kann es sich um bereits existierende handeln, aber auch um solche, die gleichsam vor Ort für geeignete vorgefundene Plätze geschaffen werden. In 2002 und 2003 wurde das Skulpturenufer mit Arbeiten von Caroline Bittermann & Duka, Hamish Fulton und Hans Arp fortgesetzt. Die Stadt Remagen, das Land Rheinland-Pfalz, die Stiftung Bahnhof Rolandseck und örtliche Unternehmen unterstützen das Projekt Skulpturenufer sowohl finanziell als auch ideell. Von der Ahrmündung in Kripp über die ehemalige "Brücke von Remagen", die Rheinpromenade der Römerstadt , den Hafenort Oberwinter, den Bahnhof Rolandseck mit dem Arp-Museum, die Insel Nonnenwerth in Rolandswerth bis hin zur Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen ist das Rheinufer durchgängig auf Wegen zu begehen oder mit dem Fahrrad zu befahren und alsbald dann auch als "Skulpturenufer" zu erleben. Die Skulpturen verbleiben an den dafür jeweils vorgesehenen Orten und gehen in die Sammlung des ARP MUSEUMs über, die dieses für das Land Rheinland-Pfalz aufbaut. Sie werden mithin auf Dauer den Bürgern Remagens begegnen, und für die Absicht von Hans (Jean) Arp stehen, der sagte: "Die konkrete Kunst möchte die Welt verwandeln und sie erträglicher machen. Sie möchte den Menschen vom gefährlichsten Wahnsinn, der Eitelkeit, erlösen und das Leben des Menschen vereinfachen. Sie möchte es in die Natur einfügen." (Hans (Jean) Arp)
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Bittermann & Duka : geheime gärten rolandswerth Caroline Bittermann, 1957 in München geboren, und Peter Duka, 1954 in München geboren, leben und arbeiten in Berlin. Bittermann & Duka, so firmieren sie als Künstlerpaar, gehen in ihren Arbeiten davon aus, dass Landschaft und Natur als Bild wahrgenommen werden, dass vor allem aber unsere Vorstellungen von Landschaft und Natur durch Bilder bestimmt sind. Sie berufen sich dabei auf die Geschichte der vormodernen Malerei und der bis zu 300 Jahre zurückreichenden Landschafts- und Gartenarchitektur, die das Gestalten von Natur im Hinblick auf ein ästhetisches Motiv für ein Bild und nach einem Bild vor Augen hatte. Denn, am Anfang des ästhetischen Naturbewusstseins war das Bild. Diese Gedanken greifen Bittermann & Duka auch in ihrer Arbeit für Rolandswerth auf. Als ihr programmatisches Ziel formulieren sie, "an den historischen Punkt anzuknüpfen, als die Malerei die Landschaftsgestaltung beeinflußte, und der Gartenbau zu neuen malerischen Motiven führte". Mittlerweile haben sie sich zur Erweiterung des Malerei-Spektrums digitale 3-D-Räume eröffnet, die sie sowohl als Malerei-Vorlagen wie auch als eigenständige Prints produzieren. Am Anfang ihrer Arbeit für Rolandswerth stand deshalb eine Computersimulation: ein Bild von dem Turm, der nun das visuelle und ökologische Zentrum ihrer "Geheimen Gärten" ist. Aber auch zu tatsächlicher gärtnerischer Arbeit sind sie gekommen. Wege werden von ihnen initiiert, Parkflächen geformt, Fledermäuse und Wildbienen eingeladen. Das Tor zu den Gärten ist ihr Entwurf, der bepflanzte und belebte Turm genau so wie die die Typografie an der rheinseitigen Treppe und die Dokumentation im alten Gewächshaus. Der theoretische Ausgangspunkt, der Horizont gleichsam der gesamten Gartengestaltung bildet ein Fragment aus Novalis' Allgemeinem Brouillon von 1798: "Die vollendete Speculation führt zur Natur zurück". Ihn gilt es verrätselt auf Tor, Turm und an der Treppe aufzufinden, wie auch neben etlichen anderen Zeichen die Lettern N-O-V-A-L-I-S an den Park-Bänken. Bittermann & Duka thematisieren in ihrem Kunstwerk die immer wieder ersehnte Aufhebung von Gegensätzen wie Natur und Kultur, Handlung und Darstellung aber auch Romantik und Aufklärung. Für sie ist der vernunftbegabte Mensch Teil der Natur. Weitere Informationen: www.geheime-gaerten-rolandswerth.de
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English
Bittermann & Duka : secret gardens rolandswerth
Caroline Bittermann, born at Munich in 1957, and Peter Duka, born at Munich in 1954, live and work in Berlin. Bittermann & Duka, the firm name under which they trade as a pair of artists, always work on the principle that on the one side landscape and nature are perceived as a picture, but on the other side and above all, our concept of landscape and nature is defined by pictures. In doing so, they refer to the history of landscape and gardening architecture which dates back from more than 300 years ago and has always had in mind the forming of nature with a view to an aesthetical motif for a picture and according to a picture. Because in the beginning of aesthetic awareness of nature, there was the picture. In their work for Rolandswerth, Bittermann & Duka take up this way of thinking as well. According to their wording, the aim of their programme is "to go on from the historic point when a painting influenced landscape architecture, and gardening was led to new picturesque motives". Through their painting, they have meanwhile turned to digital image technique. They started their work for Rolandswerth with a computer simulation: an image of the tower, which is now the visual and ecological centre or their "secret gardens". But they have also got round to doing actual gardening work. Paths are initiated by them, park areas shaped, bats and wild bees invited. The gate to the gardens is their design, likewise the enlivened tower covered with green plants, and also the documentation in the old hothouse as well as the typography of the stairs leading to the Rhine. One sentence from Novalis´ General Brouillon of 1798 is the theoretical starting point, the horizon of virtually the entire horticultural landscaping: "The accomplished speculation leads back to nature". This must be detected in the hidden secrets of gate, tower and stairs, just as well as the letters NOVALIS on the benches, and also the bat which Goya put into the picture in order to caution against the monsters which the sleep of reason brings forth. In their work of art, Bittermann & Duka unite the once conflicting feelings of Enlightenment and Romanticism. For them, rational man is a part of nature. More information: www.geheime-gaerten-rolandswerth.de
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Hans Arp : Bewegtes Tanzgeschmeide Seit 1970 stand die Bronzeplastik „Bewegtes Tanzgeschmeide“ (1960/70) wie ein Signet vor dem spätklassizistischen Bahnhof Rolandseck. Im Jahre 2000 wurde sie aufgrund der dort begonnenen Restaurierungs- und Baumaßnahmen vorübergehend abgebaut. Das nun wiederaufgestellte monumentale Werk von Hans Arp geht auf eine ursprüngliche kleinere Fassung aus dem Jahr 1960 zurück. Basierend auf einer Absprache mit Hans Arp und autorisiert durch Marguerite Arp-Hagenbach erfolgte postum die Vergrößerung im Jahr 1970. Eine erste Vergrößerung aus dem Jahre 1961 wurde bereits im Rahmen des „Festival dei Due Mondi“ 1962 im umbrischen Spoleto gezeigt, einem der ersten public-art Projekte mit Kunst im öffentlichen Raum. Das Werk des Bildhauers Hans Arp verbindet man in erster Linie mit seinen charakteristischen amorphen Rundplastiken. Zum Ende der 50er Jahre jedoch begann er zusätzlich einen in seinen frühesten Werken schon vereinzelt angelegten skulpturalen Typus wieder aufzunehmen und weiter zu entwickeln: die Reliefplastik. Bis zu diesem Zeitpunkt lud der ständige Wandel seiner Formen den Betrachter dazu ein, die Plastiken zu umschreiten, um sie im Ganzen erfassen zu können - sie rundum wahrzunehmen, sich keiner „Schauseite“ sicher zu sein. Neu war nun eine verstärkt architektonische Formfindung und daraus resultierend eine „Reduzierung“ auf Vorder- und Rückansicht. Leerformen in den Plastiken dieses Typus’ fordern den Betrachter gezielt dazu auf, die durch sie hindurch zu sehende und sie umgebende Natur als skulptural integrierte Bestandteile einzubeziehen. Viele seiner Reliefplastiken hat Arp - zunächst ausgehend von einer kleineren Form - folgerichtig zur Ausführung als Großplastik für den Außenbereich vorgesehen, um eben dieser Einspiegelung von Natur Raum zu geben. Ein Jahr lang wurde die Plastik „Bewegtes Tanzgeschmeide“ temporär im Jacobigarten des Düsseldorfer Künstlervereins Malkasten gezeigt. Als Teil des „Skulpturenufers Remagen“ ist sie nahe des Rheinufers, vis-à-vis des Bahnhofs Rolandseck, seit dem 21. August 2003 zu sehen (Leihgabe des Landes Rheinland-Pfalz an die Stiftung Bahnhof Rolandseck für das ARP MUSEUM, Rolandseck)
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Hamish Fulton: seven paces Vom 11. September bis 13. November 2002 wanderte der in Canterbury, England, lebende Künstler Hamish Fulton (geb. 1946 in London) entlang des Rheins von der Quelle bis zur Mündung. Damit begann er auch seine Arbeit für das Skulpturenufer Remagen, die in 2003 realisiert wurde. Hamish Fulton, der im Frühjahr 2002 in der Tate Britain mit einer umfassenden Retrospektive geehrt wurde, begreift sich als Künstler, der wandert. „No Walk, no Art“, sagt Fulton, „ich bin kein Wanderer, der Kunst macht, sondern ein Künstler, der wandert“. Eine mehrwöchige Wanderung führte ihn nun von der Quelle des Oberrheins, dem Tomasee in den Schweizer Alpen, bis zur Mündung nach Rotterdam. Insgesamt wanderte er 1.3210 km, die ihn selbstverständlich auch durch Remagen, entland des Skulpturenufers führten. Zielgerichtet und konzentriert begegnete Fulton den unterschiedlichsten Landschaften. Er hat sie durchschritten, sie wahrgenommen, in ihnen gerastet und immer wieder auch in ihnen die Begegnung mit sich selbst gesucht. Seine Reisen, so Freddy Langer, sind „Bilder des Ichs, Darstellungen seiner selbst. Das Wandern wird bei Fulton auch zur Vergewisserung der eigenen Person“. Beeinflusst werden diese Introspektionen durch das Wahrnehmen der unterschiedlichen ihn umgebenden und zum Teil noch unverstellten Landschaften – deren Flüsse, Seen, Steine, Wege, Gebirgszüge, Wiesen, Wolken, Stimmungen. Bestimmt werden sie auch durch die wechselnden Witterungen sowie die jeweiligen Tages- und Jahreszeiten. Fulton führt auf seinen Wanderungen Tagebuch, fotografiert in schwarz-weiß und zeichnet. Diese Zeugnisse und Artefakte behandelt er – zurück in Canterbury – wie Dokumente, um Erinnertes im Anschluss an seine Wanderungen so nüchtern und sachlich wie möglich in Kunstwerke zu übersetzen. Dokumentarische Fotos mit gleichwohl atmosphärischem Gehalt sind die direkten visuellen Resultate seiner Wanderungen. Entsubjektivierte Schriftbilder an Wänden, die Daten seiner Wanderungen in Worte fassen und so auch Erinnerungen des Betrachters auslösen, sind die abstrakten Formulierungen seiner Expeditionen. Fulton’s „Rheinwanderung“ ist Fundament auch für zwei Werke, die er in 2003 in Deutschland realisierte: Eines für das Skulpturenufer Remagen und eines in der Stiftung DKM in Duisburg. Ausschlaggebend für das Werk, das für das Skulpturenufer Remagen entstand, war, welche Erfahrungen Fulton während seines Wanderns erspürt, und speziell, wie er den kleinen Remagen-Teil der Wanderung isoliert und im Gesamtzusammenhang erlebt. „Wandere“, verlangt Fulton vom Betrachter – und für den Museumsbesucher fügt er hinzu: „in deinem Kopf“.
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Eberhard Bosslet: Regenfänger Eberhard Bosslet, 1953 in Speyer geboren, lebt und arbeitet in Duisburg und Dresden. Eberhard Bosslet hat auf der Landzunge von Oberwinter eine ca. zwölf Meter hohe Skulptur, den „Regenfänger“ realisiert. Der für Remagen von Bosslet entwickelte Turm besteht aus einer allseitig einsehbaren Konstruktion aus Holz und Stahl. Dieser Turm entstammt in seiner Struktur einem Schalungssystem des Beton-Hochbaus, das in Verbindung mit einem aufgesetzten Trichter aus Stahl zum „Regenfänger“ für Remagen wird. Das Fallrohr des Trichters befindet sich im Zentrum der Turmstruktur, endet dort in drei Meter Höhe und wird bei Regen gleichsam, wie Bosslet sagt, zur „öffentlichen Dusche“. Einem aus der barocken Gartenarchitektur bekannten point de vue (Aussichtspunkt) gleich zieht Bosslets „Regenfänger“ den Blick von allen Seiten auf sich. Sowohl von der Straße wie auch aus der weiten Ferne des anderen Flussufers fixiert Bosslets technoide Skulptur unseren Blick. Dadurch entsteht eine Sicht auf die Skulptur und die sie umgebende Landschaft – gleichsam ein Landschaftsbild.
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English
Eberhard Bosslet: rain catcher Eberhard Bosslet, born at Speyer in 1953, lives and works in Duisburg and Dresden. Eberhard Bosslet has created an approximately twelve-metre-high sculpture on the headland of Oberwinter, the "rain catcher". The tower Bosslet developed for Remagen is a construction made of wood and steel which can be looked into from all sides. The structure of this tower is derived from a formwork system of concrete engineering which, in connection with a steel funnel put on top, becomes a "rain catcher" for Remagen. The downpipe of the funnel is located in the centre of the structure, ends at an elevation of three metres and, as Bosslet says, will become something like a "public shower" when it rains. Like a point de vue (lookout point) known from the baroque gardening architecture, Bosset´s "rain catcher" attracts the eyes from all directions. From the road as well as from the opposite riverbank far away, Bosslet´s technics-based sculpture fixes our view. Thus a view is created to the sculpture and the landscape surrounding it - virtually a picture of a landscape.
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Peter Hutchinson: Thrown Ropes Peter Hutchinson, 1930 in London geboren, lebt und arbeitet in Provincetown, Massachusetts, USA. Peter Hutchinson ist einer der ersten ökologischen Ästheten. In Remagen hat er seine bisher größte und komplexeste Bodenarbeit auf der Rheinwiese realisiert.Seine „Remagener Arbeit“ entstammt der Werkgruppe der Thrown Ropes, der geworfenen Seile. Hutchinson hat zu diesem Zweck ein zehn Meter langes Seil mehrmals geworfen, um so mehr oder minder sich zufällig bildende geworfene Linien zu erhalten. Diese Linien, die gerade, geschlängelt oder auch gewunden sind, wurden im Anschluss an diese Entwurfsarbeit mit sorgfältig ausgesuchten, unterschiedlichen Blumen und Sträuchern bepflanzt, die jahreszeitenabhängig grünen, blühen oder auch temporär verschwinden. Aus der Tradition der Land Art heraus richtet Hutchinson seinen Blick auf und in die Natur als übergeordnet gegebenen Lebensraum, den er in intensiver Auseinandersetzung und Einfühlung so neu partiell gestaltet, belebt und ins Bewusstsein hebt. Ins Bewusstsein hebt er so, dass Pflanzen sich ihren Ort suchen, an dem sie gedeihen und dass Zufälle und Gegebenheiten eine fundamentale Rolle spielen – dabei spielen ökologische Idealbedingungen die ihre. Dies tritt durch die „Remagener Arbeit“ deutlich ins Auge: wie Risse im Boden sind die Blumen- und Pflanzenreihen gesetzt und nicht geometrisch und winklig, wie wir es aus den domestizierten Gärten her gewohnt sind; wie gewachsen erscheinen so die Formen und nicht wie gesetzt; ihrem eigenen Rhythmus entsprechend sind sie und ihre Form sichtbar. Dem Jahreszeiten Auf und Ab entsprechend treten sie in den Blick oder entziehen sich ihm.
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English Peter Hutchinson: Thrown Ropes Peter Hutchinson born in London in 1930, lives and works in Provincetown, Massachusetts, USA. Peter Hutchinson is one of the first ecological aesthetes. In Remagen, he has realized on the Rhine meadow his largest and most complex ground work so far. His Remagen work originates from the working group of the "Thrown Ropes". For this purpose, Hutchinson threw a 10-meter-long rope several times in order to get lines forming more or less accidentally. Following this design work, these lines, which were straight, wavy or meandering, were planted with carefully selected flowers and bushes different in kind and growing green, blooming or disappearing temporarily according to the season of the year. Rooted in the tradition of land art, Hutchinson directs his view to and into nature as a paramount habitat, which he grapples and empathizes with intensively, thus giving it partially a new shape, enlivening it and making people aware of it. Thus he makes people aware of the fact that plants search their location where they will prosper well, and that coincidences and given facts play a fundamental role – ideal ecological conditions playing their own. This is made clearly evident by the “Remagen Work”: flowers and rows of plants are placed like cracks in the ground rather than geometrically and at angles, as we are used to see them in domesticated gardens; thus the shapes appear naturally grown and not like placed; they and their forms are visible in conformity with their own rhythm. They turn up or withdraw from sight in accordance with the seasons’ ups and downs.
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Thomas Huber: Bildbauschilder Thomas Huber, 1955 in Zürich geboren, lebt und arbeitet in Mettmann. Huber stellt seit über 10 Jahren Bilder in Form von Bauschildern aus. Immer handelt es sich bei diesen Bildern um Visionen, die gleichwohl mit den realen Bedingungen vor Ort korrespondieren. Die alte Kunstfrage nach der Realität der Kunst, die, dass ein Bild nur dann gelungen ist, wenn die Vögel in die gemalten Früchte picken, weil sie glauben, dass es sich um reale Früchte handelt, wird so von Huber in unsere Zeit überführt. Für das Skulpturenufer Remagen – das Huber auch auf die andere Rheinseite nach Erpel ausdehnt – hat er zwei Bilder-Bauschilder realisiert, die jeweilig an den Anlegern der Fähre „Nixe“ postiert sind. Denn da es die bis Kriegsende noch vorhandene „Brücke von Remagen“ zwischen Erpel und Remagen nicht mehr gibt, fährt dort heute die kleine „Nixe“. Ohne sie gäbe es, Telekommunikationsmöglichkeiten ausgeschlossen, nur den Sichtkontakt.
Auf diesen Sichtkontakt über den eigentlich trennenden Rhein hin spielt Thomas Huber mit seinen Bauschildern an. Von Remagen aus ist Hubers bildliche Vision Erpels und von Erpel aus die Remagens mit seiner neu gestalteten Promenade zu sehen. Beide Bilder sind Teil eines lang angelegten urbanistischen Utopiekonzepts von Thomas Huber. Er entwirft seine ideale Stadt mit Hotels, Altersruhesitzen, Rundfunkanstalten, Museen und Gebeinhäusern. Und dies im gleichen Medium wie es seit Jahrhunderten geschieht: dem Medium des Bildes. Das Schild in Erpel gibt also nicht nur die Ansicht wieder, sondern das Bild seiner Utopie – der Utopie, wie sich Thomas Huber die Ansicht von Remagen mit seiner neuen Promenade vorstellt.Und das Bauschild in Remagen zeigt die Vision für ein neues Panorama, das den Remagener Bürgern beim Blick über den Rhein nach Erpel potentiell bevorstehen kann.
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English Thomas Huber: picture-construction signs Thomas Huber, born at Zurich in 1955, lives and works in Mettmann. Huber has exhibited pictures in the form of construction signs for more than 10 years. These pictures are always about visions which, however, correspond with the real local conditions nevertheless. Thus, Huber has transferred to our time the old issue of art regarding the reality of art, the question whether a picture has turned out well only if the birds pick at the painted fruit because they take if for real fruit. Huber has realised two picture-construction signs for the sculpture riverbank of Remagen - extended by him also to the opposite side of the Rhine at Erpel - each of which is located at the landings of the "Nixe" ferry. Since the "bridge of Remagen" is no longer there, which existed between Erpel and Remagen until the end of the war, little "Nixe" now crosses the river at that location. Without it, there would only be visual contact, telecommunication means excepted. It is this visual contact across the actually separating Rhine that Thomas Huber alludes to with his construction signs. From Remagen, Huber´s picture-vision of Erpel can be seen, and from Erpel that of Remagen with its newly designed promenade. Both pictures are part of a long-term urbanistic utopia concept of Thomas Huber. He designs his ideal town with hotels, retirement homes, radio stations, museums, and mortuaries. And he does this by the same medium which has been used for centuries: the medium of the picture. Thus, the sign at Erpel not only shows the view, but also the image of his utopia - the utopia of the way Thomas Huber visualizes the view of Remagen with its new promenade. And the construction sign at Remagen shows the vision of a new panorama which might lie ahead of Remagen citizens when they look across the Rhine to Erpel.
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